Mehr Unfälle auf Sachsens Autobahnen – aber deutlich weniger Schwerverletzte

Verkehrsstatistik 2025: Abstand und Tempo bleiben die größten Risiken - Steigende Tendenz zur Unfallflucht

Region

Die Zahl der Verkehrsunfälle auf Sachsens Autobahnen ist 2025 deutlich gestiegen. Gleichzeitig ging die Zahl der Schwerverletzten stark zurück. Das zeigt die neue Verkehrsunfallstatistik der Polizei.

23 Prozent mehr Unfälle

Insgesamt registrierte die Polizei auf den Bundesautobahnen 1.663 Unfälle – rund 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz des Anstiegs wurden weniger Menschen verletzt: 201 Personen verunglückten, das sind knapp 15 Prozent weniger als 2024. Zwei Menschen kamen ums Leben.

Deutlich weniger Schwerverletzte

Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Schwerverletzten aus: Ihre Zahl sank von 71 auf 44 – ein Minus von 38 Prozent. Insgesamt verunglückten zehn Kinder, davon zwei schwer. Die gute Nachricht: Obwohl die Verkehrsbelastung auf den Autobahnen hoch bleibt, kamen 2025 keine Kinder bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Weniger Alkohol- und Drogenunfälle

Auch bei Alkohol- und Drogendelikten registrierte die Polizei einen leichten Rückgang. Insgesamt ereigneten sich 28 Unfälle unter Einfluss berauschender Mittel – zwei weniger als im Vorjahr.

Mehr Unfallfluchten auf Autobahnen

Sorgen bereitet dagegen die steigende Zahl der Unfallfluchten. Die Polizei registrierte 370 Fälle – deutlich mehr als 2024. Rund jede vierte Fahrerflucht konnte aufgeklärt werden.

Abstand und Tempo bleiben größte Risiken

Die häufigsten Ursachen schwerer Unfälle waren zu geringer Sicherheitsabstand (29 Prozent), nicht angepasste Geschwindigkeit (27,4 Prozent) und Fehler beim Fahrstreifenwechsel (13,7 Prozent).

Wichtige Ost-West-Verbindung

Polizeipräsident Lutz Rodig verweist auf die besondere Rolle Sachsens als Transitregion: „Die A4 gehört zu den wichtigsten Ost-West-Verbindungen im nationalen und internationalen Güterverkehr. Unser Ziel bleibt, gefährliche Verstöße frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit auf den Autobahnen weiter zu erhöhen.“

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