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Mehr Unterstützung für die Flussperlmuschel

Umweltschutz Ein Projektteam startet in seine Arbeit.

Das deutschlandweite Projekt "MARA - Margaritifera Restoration Alliance" zum Schutz der Flussperlmuschel startet seine Arbeit. In Sachsen engagiert sich das erfahrene Projektteam aus TU Dresden, Sächsischer Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) und Vogtlandkreis in dem vom BMU/BfN geförderten Projekt für die Flussperlmuschel und die Aufwertung ihrer Lebensräume.

Bundesweite Zusammenarbeit

Mit dem Projekt "Margaritifera Restoration Alliance - MARA" im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit einer Laufzeit bis 2027 wird ein nationales Flussperlmuschelnetzwerk aufgebaut, um zum deutschlandweiten Erhalt der vom Aussterben bedrohten Art beizutragen. Erstmalig arbeitet nun ein Team aus allen deutschen Flussperlmuschelgebieten zusammen, in denen eine Nachzucht betrieben wird: dem sächsischen und bayerischen Vogtland, Oberfranken, Niederbayern und der Eifel.

Das Projektkonsortium will neben der Muschelnachzucht umfassende Habitataufwertungen anstoßen. Damit wird für die Flussperlmuschel und ihren Lebensraum mit zahlreichen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten auch vor dem Hintergrund des Klimawandels eine zukunftsfähigere Basis geschaffen. Denn Flussperlmuschelpopulationen leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer guten Gewässerqualität, zum Beispiel indem sie organische Stoffe und auch kleine Sedimentteilchen aus dem Wasser filtern, wovon zahlreiche im Wasser lebende Insekten und andere Arten profitieren. Die naturnahe Struktur von Flussperlmuschelgewässern mit angrenzenden Auewiesen trägt außerdem auch zum Hochwasserschutz bei.

Etliche Pilotmaßnahmen sind geplant

In Sachsen werden das Institut für Hydrobiologie der TU Dresden, die LaNU und der Vogtlandkreis mit einem Projektvolumen von insgesamt 2,2 Mio € daran arbeiten, die Flussperlmuschelpopulation weiter zu stabilisieren und besonders die Einzugsgebiete der Perlbäche großflächig aufzuwerten. Ein großer Landwirtschaftsbetrieb im sächsischen Vogtland wird zahlreiche Pilotmaßnahmen wie das Management von Drainagen umsetzen, die besonders darauf abzielen, die Wasserspeicherung in der Fläche zu verbessern und den Sedimenteintrag in die Gewässer zu minimieren. Daraus ergeben sich Synergien für den Betrieb und den Naturschutz, von denen später auch andere landwirtschaftliche Unternehmen und die Gewässersysteme in deren Umgebung profitieren können.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich neben bewährten Bildungsangeboten zu Flussmuscheln und Gewässern auf innovative Formate mit bildender Kunst und Schauspiel freuen, die im gesamten Verbundprojekt entwickelt werden.

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