Mehr Verdienst bei gleichem Arbeitspensum

Statistik Sächsische Arbeitnehmer hatten 2017 im Schnitt 930 Euro mehr in der Tasche

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Foto: Getty Images/iStockphoto/Stefan Ataman

Dresden. Durchschnittlich 28.981 Euro brutto verdiente ein sächsischer Arbeitnehmer im vergangenen Jahr. Das sind zwar 930 Euro mehr als noch ein Jahr zuvor, allerdings betrug der bundesdurchschnittliche Jahresverdienst 2017 rund 34.200 Euro. In Sachsen erreicht der Pro-Kopf-Verdienst damit lediglich knapp 85 Prozent des bundesweiten Durchschnittsverdienstes. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Statistischen Landesamtes hervor.

Den höchsten Durchschnittsverdienst nach Branchen innerhalb Sachsens vermeldete demnach das Produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe mit fast 34.300 Euro. Diese Branche verzeichnet zudem den höchsten Verdienstzuwachs (+1.270 Euro) im Vergleich zu 2016. In allen anderen Wirtschaftsbereichen stiegen die Pro-Kopf-Verdienste ebenfalls an, blieben bei der Steigerung aber teilweise weit unter 1.000 Euro pro Arbeitnehmer.

Arbeitspensum im Vergleich zu 2016 unverändert

Die Land- und Forstwirtschaft verzeichnete auch 2017 mit knapp 21.200 Euro sowohl die niedrigsten Pro-Kopf-Verdienste als auch den geringsten Zuwachs (+152 Euro). Wie das Landesamt weiter mitteilt, wurden im vergangenen Jahr Bruttolöhne und -gehälter in Höhe von reichlich 53 Milliarden Euro an die Arbeitnehmer in Sachsen gezahlt. Das sind 4,5 Prozent mehr als 2016. Das erfreuliche daran: Das durchschnittliche Arbeitspensum eines Erwerbstätigen in Sachsen blieb im Vergleich zu 2016 nahezu unverändert bei durchschnittlich 1.412 Stunden.

Gegenüber dem Jahr 2010 zeigt sich sogar ein Rückgang der Pro-Kopf-Arbeitszeit um 43 Stunden je Person bei einem gleichzeitigen Anstieg der Erwerbstätigenzahl um vier Prozent. Hauptursache für das geringer gewordene Arbeitsvolumen sei der deutliche Anstieg von Teilzeitbeschäftigung, so das Statistische Landesamt. Weitere Einflussfaktoren seinen zum Beispiel der Umfang von Nebenbeschäftigung, die Zahl der Arbeitstage sowie Ausfallzeiten durch Krankheit.

In Sachsen war auch 2017 das Baugewerbe mit 1 634 Stunden die Branche mit der längsten Pro-Kopf-Arbeitszeit. Von den 2,05 Millionen Erwerbstätigen, die im vergangen Jahr ihren Arbeitsplatz in Sachsen hatten, wurden insgesamt 2,9 Milliarden Arbeitsstunden erbracht.