Mehrere Anzeigen nach Fahndungskontrolle im Grenzgebiet

Polizei Beamte fanden Böller, Drogen und stellten steuerrechtliche Verstöße fest

Sachsen. 

Sachsen. "Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich sicher fühlen. Daher ist es wichtig, dass unser Staat diesbezüglich Präsenz zeigt. Zwar leben wir hier in einer der sichersten Regionen Sachsens, dennoch müssen Zeichen gesetzt werden. Ein Fahndungstag, wie er vergangenen Donnerstag in und um Marienberg stattfand, ist genau der richtige Wind", so Jörg Markert, Mitglied des Innenausschusses im Sächsischen Landtag.

Dieser Fahndungstag im grenznahen Raum wurde durch das Polizeirevier Marienberg durchgeführt. Ziel des Einsatzes, welcher von 7 bis 12 Uhr lief, war es, die Präsenz weiter zu erhöhen, grenzüberschreitende Kriminalität zurückzudrängen und Straftaten aufzuklären. Zu den Kontrollierten gehörte auch eine Familie aus Thüringen. "Wir sind auf dem Weg in die Slowakei zu einer Taufe. Fahrzeuge zu überprüfen ist völlig in Ordnung. Das alles dient doch nur unserer Sicherheit. Außerdem sind die Beamten sehr freundlich", erklärte eine Insassin. Bis ca. 11 Uhr wurden am Grenzübergang Reitzenhain nach Tschechien landauswärts 72 Fahrzeuge und 113 Personen kontrolliert. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es eine Feststellung, welche den Verstoß des Sprengstoffgesetzes beinhaltete. Noch in Bearbeitung waren bis dato der Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Fahren unter Betäubungsmitteln.

Der Fahndungstag sollte außerdem auf die gute Zusammenarbeit zwischen der sächsischen Polizei (rund 90 Beamte), der Bundespolizei und dem Zoll aufmerksam machen. Um sich einen Überblick zum Thema zu verschaffen, besuchte auch Sachsens Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller die Kontrollstelle im Bereich Reitzenhain. Er sagte: "Fakt ist, dass wir seit dem Schengener Abkommen eine gewisse Freizügigkeit genießen. Das erfordert auch entsprechend Personal. Die Aufstockung läuft seit 2018."

 

Polizeimeldung vom 8. August: Insgesamt 129 Fahrzeuge und 218 Personen kontrolliert

Das Polizeirevier Marienberg führte am Donnerstag, von 7 bis 12 Uhr und mit Unterstützung der sächsischen Bereitschaftspolizei, sowie der Bundespolizeiinspektion Chemnitz und dem Hauptzollamt Erfurt, im Grenzgebiet eine Fahndungskontrolle durch. Ziel der Kontrolle war es, grenzüberschreitende Kriminalität zu erkennen, zu bekämpfen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu erhöhen.

Eine Kontrollstelle war in Marienberg (Ortsteil Reitzenhain) an der Grenzübergangstelle eingerichtet. Weiterhin gab es eine Kontrollstelle in Wolkenstein (Ortsteil Hilmersdorf) eingerichtet. Weiterhin gab es eine Kontrollstelle in Heinzebank. Zudem fahndeten mehrere zivile Streifen im Einsatzraum. Gegen 8.10 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte an der Kontrollstelle Reitzenhain einen Pkw Audi sowie dessen Fahrer (55 Jahre). Dabei stellten die Beamten einen Böller ohne vorgeschriebenen Kennzeichnung fest. Es erfolgte eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

Einer Zivilstreife war gegen 9.45 Uhr auf der B 174 im Bereich Gelobtland ein weiterer Audi aufgefallen. Nachdem die Beamten den Wagen gestoppt hatten, versuchte sich ein Insasse (27 Jahre) eines kleinen Päckchens zu entledigen. Den Beamten war dies jedoch nicht verborgen geblieben. In den Päckchen befanden sich letztlich mehrere Cliptütchen mit verschiedenen Betäubungsmitteln. Die Fahrerin (29 Jahre) des Audi stand offenbar unter Betäubungsmitteleinfluss. Ein Vortest verlief positiv auf Amphetamine, sodass eine Blutentnahme angeordnet werden musste. Eine Blutentnahme wurde veranlasst. Gegen die Frau wird wegen Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmittel ermittelt. In der Beifahrertür fanden die Beamten zudem ein Etui, in dem sich ebenfalls mehrere Cliptütchen mit verschiedenen Betäubungsmitteln befanden. Gegen den Beifahrer (26 Jahre) sowie den 27-jährigen Insassen wird wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Die Einsatzkräfte kontrollierten insgesamt 129 Fahrzeuge sowie 218 Personen. Neben den benannten Straftaten wurden sechs Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt. Einem Kleintransporter musste aufgrund eines Schadens an der Frontscheibe die Weiterfahrt untersagt werden. Zudem stellten die Einsatzkräfte des Zolls mehrere steuerrechtliche Verstöße fest. Insgesamt waren rund 100 Beamte der Polizeidirektion Chemnitz, der sächsischen Bereitschaftspolizei Chemnitz sowie der Bundespolizeiinspektion Chemnitz und dem Hauptzollamt Erfurt in den Polizeieinsatz eingebunden.