Ministerin Köpping: "Demokratie ist nicht selbstverständlich"

Politik Worte zum Tag der Demokratie

Zum heutigen Tag der Demokratie erklärt die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping: "Dieses Jahr erleben wir, dass zum Schutz der Menschen vor einer globalen Pandemie in demokratischen Staaten zentrale Grundrechte temporär eingeschränkt werden. Doch auch wenn diese Maßnahmen schmerzhaft sind, führen sie uns vor Augen, welchen hohen Stellenwert demokratisches und transparentes Handeln besitzen. Der Tag der Demokratie soll uns daran erinnern, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist."

 

Die Frage, welcher Weg uns "demokratisch aus der Krise" führen kann, wird kommende Woche vom 23. bis 25. September auf der diesjährigen Jahreskonferenz des Demokratie-Zentrums Sachsen diskutiert werden. Drei Tage lang kommen dann erstmalig online zahlreiche Menschen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammen. Neben langfristigen Entwicklungen werden dann auch aktuelle Herausforderungen in diesem Jahr Thema sein.

 

Ministerin Köpping: "Demokratie sei die einzige Staatsform, die erlernt werden müsse, sagte der Philosoph Oskar Negt. Ich würde hinzufügen: Damit Demokratie lebendig bleibt, muss man sich kontinuierlich für sie einsetzen, muss sie aktiv gepflegt und verteidigt werden - ganz so, wie viele Menschen in Sachsen es tagtäglich tun. Ich möchte diesen Tag daher auch zum Anlass nehmen, mich bei all jenen zu bedanken, die sich für unsere demokratischen Grundwerte, die Rechte von Minderheiten, Meinungsvielfalt, Antirassismus und Antisemitismus einsetzen; ob im täglichen Miteinander, im Verein, in Netzwerken, Organisationen, auf kommunaler Ebene, landes- oder auch bundesweit."