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Misshandlung von Polizeihund bleibt ohne größere Konsequenzen

blaulicht Das Verfahren gegen die fünf Beamten wurde gestern fallen gelassen

Leipzig. 

Leipzig. Am heutigen 8. Januar berichtete ein Online-Medium über ein Video, in dem ein Diensthund in Ausbildung von Beamten der Polizei mehrfach mit geschlagen wird, da dieser nach einem Biss in die Schutzkleidung auf die Kommandos der Diensthundeführerin nicht mehr reagierte. Die gezeigten Bilder und getroffenen Aussagen der begleitenden Beamten wirken nicht nur auf Hundefreunde verstörend und haben daher Konsequenzen. Die Polizeidirektion Leipzig hat nach Kenntniserlangung zur Aufklärung umfangreiche Prüfmaßnahmen eingeleitet.

Aufnahmen stammen aus dem Sommer 2020

Das Video zeigt Diensthundeführerinnen und Diensthundeführer und wurde im Juli 2020 auf einem Hundetrainingsplatz in Nordsachsen aufgenommen. Am 22. September 2020 ging dieses Video anonym bei der Leitung der Diensthundeschule in Naustadt ein, die dieses an die Polizeidirektion Leipzig weiterleitete. Am Folgetag reagierte Polizeipräsident Torsten Schultze umgehend, untersagte diese Ausbildungsmethode in der Polizeidirektion Leipzig und leitete eine dienstrechtliche Prüfung ein. Parallel zur internen Prüfung wurden durch die Kriminalpolizeiinspektion Leipzig Ermittlungen aufgenommen und das Verfahren zur Bewertung der strafrechtlichen Relevanz am 6. Oktober 2020 an die Staatsanwaltschaft Leipzig abgegeben.

Staatsanwaltschaft sieht keine strafrechtliche Relevanz

Fünf Beamte waren davon betroffen. Durch die Staatsanwaltschaft wurde am 7. Januar 2021 das Verfahren eingestellt, da sie keine strafrechtliche Relevanz im Sinne des Tierschutzgesetzes sah und übergab es an das Landratsamt Nordsachsen zur Prüfung eines Bußgeldverfahrens.