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Motorsportler fordern Recht auf Ausübung des Sportes

MOTORSPORT Zwei ADAC-Regionalverbände machen mobil

Sachsen. 

Sachsen. Der Rückhalt in der Bevölkerung für die staatlich verordneten Corona-Maßnahmen scheint weiter zu bröckeln. Inzwischen begehren auch die ebenfalls leidgeplagten Motorsportler auf. Nicht die Profirennfahrer, nein auch die Breitensportler mit motorisierten Wettkampfgeräten fordern nun ihr Recht auf Ausübung ihres Sports ein.

Individualsportart par excellence

So haben gestern der ADAC Nordbaden sowie heute der ADAC Südbayern per Presseaussendung gefordert, den Motorsport wieder zu erlauben. Darin wird unter anderem darauf hingewiesen, dass trotz detaillierter Hygienekonzepte in vielen Gemeinden selbst der Trainingsbetrieb nicht gestattet ist und dass eine Klarstellung seitens des Ministeriums fehlt. So scheiden sich am Begriff "Individualsportart" derzeit in den Städte- und Gemeindeverwaltungen die Geister. Während Reitsport, Tennis oder Golf erlaubt sind, warten Motorsportvereine darauf, dass sie endlich den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen dürfen. Motocross, Enduro, Minibike, Speedway, Trial oder Kartsport sind nur einige der Sportarten, die in den Vereinen angeboten werden - normalerweise, denn seit Monaten liegt der Trainingsbetrieb lahm.

Diesen Vorstoß begrüßen sowohl der Sächsischen Landesfachverband Motorsport wie auch der ADAC Sachsen im Sinne seiner vielen und überaus erfolgreichen Motorsportler.

Hygienekonzepte fanden keinen Anklang

Dabei hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bereits offiziell bestätigt, dass Motorsport im Leistungs- und Breitensport zur Gruppe der Individualsportarten gehört. Motorsportler und Motorsportlerinnen sitzen in der Regel allein im Rennwagen, auf dem Motorrad oder im Kart, die Sportarten werden auf weitläufigen Anlagen im Freien ausgetragen. Dennoch verwehren Gemeinden den Vereinen die Durchführung der Trainings und verweisen auf die noch bestehenden Corona-Verordnungen. Bereits im Sommer 2020 haben die Vereine umfangreiche Hygienekonzepte erarbeitet, um Trainings und auch Wettbewerbe - ohne Publikum - sicher durchführen zu können. Zudem sehen die genannten ADAC-Regionalverbände die extrem gestiegene Zahl von illegalen Autorennen mit großer Sorge und erkennen im legalen, kontrollierten Motorsport unter großen Sicherheitsvorgaben eine Lösung.

 

1:0 im Vergleich zu Mannschaftssportarten

Des Weiteren stellt der Motorsport keine höhere Gefahr dar als andere Sportarten und darf in der Öffnungs-Beurteilung nicht benachteiligt werden. Im Vergleich zu Mannschaftssportarten ist beim Motorsport ist das Infektionsrisiko sogar geringer. Zudem sei es nötig, gerade den Nachwuchssportlerinnen und -sportlern wieder eine Perspektive zu geben, ihrem Hobby nachgehen zu können. Auch für die Vereinsarbeit und den vielen engagierten Ehrenamtlichen sei dies wichtig.

 

Auch Verkehrssicherheitszentren müssen wieder geöffnet werden

Abseits des Motorsports bietet der ADAC mit seinen Regionalvertretungen und den angeschlossenen Verkehrssicherheitszentren ein breites Angebotsspektrum, um die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Auch hier ist eine Öffnung mehr als überfällig.



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