MSC Dahlen erstmals Gastgeber der Enduro-Weltmeisterschaft

Doppel-Jubiläum 60. Geländefahrt in Dahlen und 25. Auflage von "Rund um Dahlen" seit 1992

Dahlen. 

Dahlen. In der Dahlener Heide hat der Geländesport eine lange Tradition. Im Jahr 1953 begann alles mit der Geländefahrt "Rund um den Collm", seinerzeit unter der Organisation des Motorsportclub (MSC) Dahlen. Seitdem ist es in Dahlen die 60. Motorsportveranstaltung. Nachdem 1992 sich der Motorsportclub Dahlen formierte, richtete der Verein die beliebte Geländesportveranstaltung "Rund um Dahlen" am Wochenende nun bereits zum 25. Mal aus. Nachdem 2003 erstmals die Europameisterschaft in Dahlen gastierte, war die Weltmeisterschaft in diesem Jahr ein Höhepunkt für Veranstalter wie Zuschauer. Auch unter der Dahlener Bevölkerung war die Freude groß, als vor Monaten bekannt wurde, dass der MSC den Zuschlag für einen WM-Lauf bekommen hat.

Alle ziehen an einem Strang

Nachdem der Freitagabend-Prolog rund 5000 Zuschauer anzog, steigerte es sich am Folgetag auf rund 7.500 Zuschauer. "Am Wochenende waren 500 Helfer im Einsatz. Durch ihr engagiertes Auftreten lief alles reibungslos ab, ganz große Klasse und ein riesen Kompliment an sie alle. Hier ziehen alle an einem Strang", sagte Fahrtleiter Martin Breitfeld.

Championat Enduro GP

Nach dem ersten Fahrtag kein ungewöhnliches Bild: Steve Holcombe vor Daniel McCanney (beide Enduro GP E3) und Bradley Freeman (Enduro GP E1) lautete das Ergebnis beim Saisonauftakt der Enduro-Weltmeisterschaft in Dahlen. Damit gingen die Podiumsplätze im Championat Enduro GP allesamt an britische Fahrer. Aber auch Deutsche mischten an der Weltspitze kräftig mit.

Wie Andreas Beier, der in der WM als zweitbester Deutscher im WM-Championat Rang 19 belegte. In der Klasse E1 fuhr er auf Platz 6, während der Krumhermersdorfer in der DEM-Wertung in seiner Klasse am ersten Fahrtag souverän seinen Stempel aufdrückte. "Es war echt hart. Mich hat es dreimal voll überschlagen. Der Tag war bei mir geprägt durch Crashs. Doch die Ergebnisse sind gar nicht so schlecht. Ich hatte von Beginn an einen guten Fluss. Bin in der ersten Prüfung in der zweiten Runde hinter einem WM-Fahrer rein und habe gemerkt, dass ich aufschließen kann. Dann kamen aber zwei Baumstümpfe, dann war bei mir ganz kurz oben unten. Ich habe mir dabei die Hüfte angeschlagen. Beim Fahren habe ich keine Probleme, aber das Laufen fällt mir schwer. Aber ich hoffe, dass es bis morgen besser geht", sagte der KTM-Team-Sturm-Zschopau-Fahrer.

Sein Teamkollege Edward Hübner aus Penig kam am 1. Tag im WM-Championat auf Rang 21, in der Klasse E2 wurde er Achter: "Die Strecke war knackig. Wir Fahrer hatten relativ wenig Zeit, uns auszuruhen. Die vier Prüfungen haben es uns schon sehr schwer gemacht. Es war ein langer Tag -.um 9 Uhr gestartet und jetzt haben wir es fast 17 Uhr - das ist schon hart. Aber es hat Spaß gemacht. In der ersten Runde habe ich etwas beraucht um im Schwung zu kommen. In der zweiten lief es schon besser. Besonders im Crosstest habe ich sehr viel Zeit verloren, da muss ich morgen noch einmal sehen. Aber das wichtigste ist das ich nicht gestürzt bin und keine großen Fehler gemacht habe. Für März war die Strecke für mich schon unwahrscheinlich trocken, das bin ich hier in Dahlen zuvor so noch nicht gefahren. Ich denke, morgen werde ich noch einmal angreifen, denn ich fühle mich fit."

Zwei kleine Unfälle

Fahrtleiter Martin Breitfeld zog ein erstes Fazit zur Halbzeit: "Der erste Fahrtag ist hervorragend gelaufen. Wenn man einmal den Fahrern unter dem Helm schaut, sieht man, dass sie kaputt sind und das zeigt uns, dass wir eine ordentliche Strecke geboten haben. Als Fahrtleiter war ich eigentlich relativ entspannt. Wir hatten zwei kleine Unfälle, den Fahrern ist nichts Dramatisches passiert, sie liegen aber sicherheitshalber im Krankenhaus."