Multiprofessionelle Teams für optimales Lernen

Bildung Unterstützung für Schüler und Entlastung für Lehrer

Mit der Vielfältigkeit und Heterogenität an Sachsens Schulen sind Lehrkräfte zunehmend mit Herausforderungen und Belastungen im Schulalltag konfrontiert.

In diesem Zusammenhang spricht sich Kulturminister Christian Piwarz am heutigen Montag für die Unterstützung des Lehrerpersonals aus: "Ich habe großen Respekt vor Lehrerinnen und Lehrern, dass sie sich der enormen Aufgabe so engagiert und leidenschaftlich stellen. Aber sie brauchen Unterstützung. Wir können Heterogenität gestalten, wenn wir multiprofessionelle Teams an Schulen etablieren". Im Rahmen des Handlungsprogramms, welches im letzten Frühjahr beschlossen wurde, kommen zusätzliche Fachkräfte mit der Durchführung zweier Programme zum Einsatz.

Das Programm "Schulassistenz" soll Lehrpersonal bei besonderen Herausforderungen unterstützen, indem zukünftig auch nichtpädagogisches Personal zu Rate gezogen werden kann. Das Programm ist beispielsweise für Schulen gedacht, an denen ein großer Anteil der Schülerschaft eine nicht-deutsche Herkunftssprache besitzt. Auch Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf können bald besser unterstützt werden.

Bessere Betreuung der Schüler und Projektverwirklichung im Fokus

In der ersten Programmphase 2019 profitieren Grund-, Ober- und Förderschulen von dem zusätzlichen Personal. Bereits 39 Schulverwaltungsassistenten sowie 20 Sprach und- Integrationsmittler sind im Einsatz. Im Laufe des Jahres sollen weitere 110 Schulassistenten an Sachsens Schulen zum Einsatz kommen, deren Aufgabenbereiche ein breites Spektrum umfasst. Die Assistenzkräfte übernehmen beispielsweise die Betreuung von Schulprojekten oder die Veranstaltungsorganisation. Im Jahre 2023 sollen insgesamt 470 zusätzliche Fachkräfte an Sachsens Schulen im Einsatz sein. Zukünftig sollen auch andere Schularten vom "Schulassistenz"-Programm profitieren.

Dem fehlendem Lehrpersonal soll auch mit dem zweiten Projekt "Budgetierung von Lehrerarbeitsvermögen" entgegengewirkt werden. Damit können Schulen Projekte außerhalb des Unterrichtes verwirklichen und finanzielles Budget für externe berufliche Expertise nutzen. So können die Schüler zukünftig beispielsweise von einem örtlichen Kantor im Schulchor geführt werden oder von Künstlern und Fotografen geleitete Arbeitsgemeinschaften besuchen.

Lehrkräfte sollen entlastet werden

"Auf diese Weise sollen Lehrkräfte entlastet werden. Sie können sich damit besser auf das eigentliche Kerngeschäft, den Unterricht, konzentrieren. Zudem wird die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Schulen gestärkt. Schulen können inhaltliche Schwerpunkte setzen. Wichtig dabei ist, dass die externen Fachkräfte in die schulische Arbeit integriert werden", so Kultusminister Christian Piwarz.

Mit Beginn der zweiten Hälfte des Schulhalbjahres testen 14 Schulen das vorläufige Projekt und sammeln Erfahrungen, bis das Programm an Sächsischen Schulen durchgesetzt wird. Je nach Umfang des zu ergänzenden Bereichs können Schulen zwischen 10.000 und 65.000 Euro Förderung erhalten.