Nach "Friederike": Wälder in den nächsten Tagen meiden!

Lebensgefahr Sachsenforst und Umweltminister warnen vor Schäden nach dem Sturmtief

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Im Chemnitzer Stadtteil Wittgensdorf sind mehrere Fichten umgefallen. Die Feuerwehr wurde bei dem Versuch, die Bäume zu zersägen, immer wieder unterbrochen, da neue Bäume umfielen. Foto: Andreas Seidel

Dresden. Nach Herbststurm "Herwart", der am 29. Oktober über das Land fegte, hat es Deutschland ein weiteres Mal schwer getroffen. Am Donnerstag sorgte Sturmtief "Friederike" für orkanartige Böen, die in Sachsens Wäldern zahlreiche Bäume umknicken ließen oder entwurzelten.

Das genaue Ausmaß der Schäden werde erst in den kommenden Tagen abschätzbar sein, informiert Sachsenforst. Zahlreiche Wege in den Forstbezirken und Großschutzgebieten seien unpassierbar und gesperrt. Im Vergleich zu "Herwart", welcher insbesondere das Erzgebirge und Vogtland getroffen hatte, wurden durch "Friederike" insbesondere die Wälder im Tief- und Hügelland stärker geschädigt.

"Gefahr für Leib und Leben"

Umweltminister Thomas Schmidt warnt Waldbesucher dringlich davor, den Wald in den nächsten Tagen zu betreten: "Zu ihrer eigenen Sicherheit und um die Aufräumarbeiten nicht zu behindern, bitten wir alle Bürger, auf Waldbesuche in den kommenden Tagen zu verzichten." Entwurzelte Bäume oder angebrochene Äste können umstürzen oder herabfallen: "In den Wäldern besteht gegenwärtig Lebensgefahr!" Sachsenforst lenkt alle verfügbaren Kapazitäten im Landeswald in die Beseitigung von unmittelbaren Gefahren für Leib und Leben.

"Oberste Priorität hat für uns die Sicherheit der Waldbesucher und unserer Mitarbeiter und Partner", erklärt Schmidt. Private und körperschaftliche Waldbesitzer haben die Möglichkeit, sich durch die Fachleute von Sachsenforst zur Bewältigung der Sturmschäden beraten zu lassen. Weitere Informationen gibt es im Internet.