Nasser Februar sorgt für volle Talsperren in Sachsen

Umwelt Niederschlag hat Füllvolumen auf 95 Prozent erhöht

Sachsen/Region. 

Sachsen/Region. In Sachsen gibt es insgesamt 23 Talsperren, die 40 Prozent des Rohwassers für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung sicherstellen. Noch im vergangenen November und Dezember sank der Füllstand der Talsperren extrem ab - auf nur noch 73 Prozent. Die Situation wurde kritischer, da der Niederschlag in beiden Monaten zu gering ausfiel.

Sorgsamer Umgang mit Trinkwasser erforderlich

Aktuell hat sich die Lage entspannt. Der überdurchschnittlich niederschlagsreiche Februar hat zu einem Füllstand von 95 Prozent (Durchschnitt) geführt. Umweltminister Wolfram Günther: "Vor allem der nasse Februar hat die Lage in den Talsperren und damit die Versorgung mit Rohwasser weitgehend entspannt. Hinzu kommt, dass die Landestalsperrenverwaltung ihre Anlagen gut und vorausschauend bewirtschaftet."

Zugleich verwies der Minister darauf, dass der Niederschlag in den kommenden Monaten durchschnittlich ausfallen müsse, damit sich die Situation nicht wieder verschärfe. Das bedeute aber trotzdem, dass ein sorgsamer Umgang mit dem Trinkwasser weiterhin erforderlich sei.

93 Millionen Kubikmeter Wasser aus den Talsperren

Die Füllstände der Talsperren liegen aktuell zwischen 67 Prozent (Talsperre Cranzahl) und 108 Prozent (Talsperre Rauschenbach). Gemessen wird dies mit Bezug zu den jeweiligen Stauzielen. Die einzelnen Füllstände variieren regional in Abhängigkeit von den örtlichen Niederschlägen im Einzugsgebiet. Mit den aktuellsten Niederschlägen hat sich der Füllstand der Talsperre Cranzahl beispielsweise um 17 Prozent im Vergleich zum Dezember erhöht.

Aus den sächsischen Trinkwassertalsperren wurden im Jahr 2019 rund 93 Millionen Kubikmeter Wasser für die Trinkwasserversorgung entnommen.