Neue Chance für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Schulgesetz Ab neuen Schuljahr ist Besuch auf Oberschule möglich

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Foto: FatCamera/Getty Images

Region. Das neue Schulgesetz macht es möglich: Erstmalig können Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen oder geistige Entwicklung ab dem neuen Schuljahr 2018/2019 eine Oberschule besuchen. Der Besuch einer Förderschule bleibt wie bisher aber auch möglich.

"Wir wollen weitere lernzieldifferente Angebote an Oberschulen eröffnen. Nur so erhalten Eltern für ihre Kinder eine wirkliche Wahl. Auch wenn nicht jede Oberschule ein solches Angebot vorhalten kann, unterstützen wir die Schulgemeinschaften, die sich dieser Aufgabe stellen", so Sachsens Kultusminister Christian Piwarz.

Lernzieldifferende Inklusion

Bisher lernten Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen oder geistige Entwicklung immer an einer Förderschule. Mit dem neuen Schulgesetz hat der Gesetzgeber auch die sogenannte lernzieldifferende Inklusion an Oberschulen ermöglicht.

Lernzieldifferent bedeutet, dass Schüler eine Oberschule besuchen können, auch wenn sie andere Abschlüsse als den Haupt- oder Realschulabschluss anstreben. Damit greift das Schulgesetz die Intentionen der UN-Behindertenrechtskonvention nach gleichberechtigter, aktiver Teilhabe von Schülerinnen und Schülern in einem inklusiven Schulsystem auf. Über die Aufnahme von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an der Oberschule entscheidet der Schulleiter.