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Neue Stundentafeln sollen Schüler entlasten

Bildung Weniger Unterricht - mehr Freizeit

Das Sächsisches Staatsministerium für Kultus informiert über neue Stundentafeln für Grundschulen, Oberschulen und Gymnasien die für 2019/2020 angesetzt werden. "Hohe Priorität hat für uns, die Stundenlast der Schülerinnen und Schüler zu verringern und zugleich Freiräume für bestimmte Lerninhalte und mehr individuelle Förderung zu eröffnen", sagte Kultusminister Christian Piwarz am Dienstag, 26. Juni, bei der Vorstellung der Stundentafeln in Dresden. Er sprach zudem die Stärkung der Medienbildung und der politischen Bildung zu und stellte zugleich klar, dass auch das Lehrerarbeitsvolumen freigesetzt werde. Dieses soll der Unterrichtsabsicherung zu Gute kommen.

Ziel der Koalition ist es die hohe Stundelast der Schüler um vier Prozent zu senken. Dabei werden die Vorgaben des Handlungsprogramms "Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität im Freistaat Sachsen" umgesetzt. Bei der Überarbeitung der Stundentafeln sollen zudem alle Fächergruppen einbezogen werden.

Alle Änderungen in den Stundentafeln sind zwischen den Schularten abgestimmt und werden von einer notwendigen Überarbeitung der zugehörigen Lehrpläne begleitet. Unter bestimmten Rahmenbedingungen können die schuleigenen Stundentafeln abweichen: "Ein wichtiges Ziel des neuen Schulgesetzes ist es auch, den Schulen noch mehr eigenverantwortliches Handeln zu ermöglichen", begründet Kultusminister Piwarz die Option. So können beispielsweise Unterrichtsstunden im Pflichtbereich zu Gunsten eines anderes Faches verlagert werden. Jedoch sind die Fächer Ethik und Religion von der Option, schuleigene Veränderungen an der Stundentafel vorzunehmen, ausgenommen.

Mit den neuen Stundentafeln werden auch mehr Mittel für Ganztagsangebote zur Verfügung gestellt, um Sport, Musik und Kunstkompetenzen zu fördern. Kulturminister Piwarz kündigte eine Erhöhung der Ganztagsangebot-Mittel von derzeit 26 Millionen auf rund 45 Millionen im Jahr 2020 an.



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