Notveräußerung: 36 Kakadus und Papageien abzugeben

Blaulicht In einem Ermittlungsverfahren wurden die Tiere sichergestellt

Dresden. 

Dresden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens eine Notveräußerung von 36 Kakadus und Papageien angeordnet. Zum Hintergrund: Der Halter der Vögel wird wegen Betrugs in fünf Fällen, Bankrotts sowie Insolvenzverschleppung beschuldigt. Dem mutmaßlichen Täter wird vorgeworfen, als Geschäftsführer einer Bau GmbH mit mindestens vier Bauherren und einem Immobilienkäufer Verträge über die Errichtung oder Sanierung von Bauwerken als Generalunternehmer abgeschlossen zu haben, bei denen er zugleich auch als Vermittler der erforderlichen Baufinanzierung auftrat. Entsprechend seiner vorgefassten Absicht erbrachte der Beschuldigte an den Objekten sodann keine nennenswerten Bau- oder Planungsleistungen, sondern vereinnahmte aus den von ihm vermittelten Darlehn unrechtmäßig im Voraus gezahltes Baugeld im Namen der von ihm vertretenen GmbH in Höhe von insgesamt 414.535,53 Euro.

Nun wurde die Notveräußerung der gefundenen Tiere veranlasst. 36 hochwertige Kakadus und Papageien im Gesamtwert von mindestens 100.000,00 EUR wurden sichergestellt. Bei der Sicherstellung waren neben der Polizei auch das Umweltamt mit zwei Experten (darunter ein Papageienexperte) und ein Zoofachmann vor Ort, um die schonende und artgerechte Sicherstellung zu veranlassen. Die Tiere stammen alle aus Zucht, sind beringt und gemeldet. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz wurden nicht festgestellt. Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.