Ohne Bienen keine Zukunft

Bündnis Schulen kooperieren künftig mit sächsischen Imkern

Dresden. 

Dresden. Artenschutz ist eine wichtige Aufgabe, um die Vielfalt unserer Natur auch in Zukunft zu erhalten. Die sächsischen Imker erhalten dabei künftig Unterstützung von Schülern. Dazu haben die Sächsische Staatsregierung und der Landesverband der Sächsischen Imker heute eine Erklärung unterzeichnet. Ziel der zahlreichen Aktionen ist, dass die Schüler lernen, wie wichtig Honigbienen für das Ökosystem sind und lernen, wie sich erhalten und geschützt werden können.

Was ist konkret geplant?

Geplant ist, dass die Schüler die Insekten-Population mit neuen Bienenvölkern erweitern sollen und die Imker sie dabei unterstützen. Außerdem können durch die Kooperation Arbeitsgemeinschaften von örtlichen Imkervereinen entstehen. Sogar in der Honigerzeugung können die Schüler aktiv werden - dieser soll dann über die Schulfördervereine oder Schülerfirmen vermarktet werden. Schulen sollen auch beim Anlegen von Lebensräumen für Bienen unterstützt werden, so zum Beispiel Bienenweiden, Schulgärten oder Insektenhotels.

Zur Zeit unterhalten bereits 14 sächsische Schulen im Rahmen von Ganztagsangeboten eine Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Imker. Vorstandsvorsitzender des Imkerverbandes, Dr. Michael Hardt, findet solche Angebote wichtig: "Die Kinder können in der Imker AG Natur direkt begreifen, die Konsistenz von Wachs fühlen, Honig schmecken, Bienenstockluft und Wachs riechen. Der ruhige Umgang mit Bienen reduziert außerdem den Stress."

Bienen sind unverzichtbar für die Natur

Der Erhalt der Bienen ist wichtiger, als manch einem bewusst sein mag: Denn ungefähr 85 Prozent der pflanzlichen Erträge sind von der Bestäubung durch Bienen abhängig. Besonders im Obst- und Gemüseanbau, die Ölpflanzen- und Saatguterzeugung sowie im Gartenbau wird ihre Hilfe benötigt. Darüber hinaus sind auch Kultur- und Wildpflanzen auf die kleinen Insekten angewiesen. Bienen sorgen für höhere Erträge und qualitativ höhere Früchte.