Olympia 2030 in Sachsen? Politik reagiert zurückhaltend

Sport Opimale Vorbereitung ist notwendig

Am heutigen Dienstag wurden Berichte über eine mögliche Olympiabewerbung mehrerer deutscher Bundesländer, darunter Sachsen, öffentlich. Der Sächsische Sportminister  Roland Wöller erklärt: "Grundsätzlich ist jede Initiative zu begrüßen, die die Wertigkeit des Sports in Deutschland hervorhebt. Sommer- als auch Wintersport haben in unserem Land eine lange und erfolgreiche Tradition. Auch Sachsen ist ein Sportland. Sowohl bei den Vereinsstrukturen, den sportlichen Erfolgen und der Begeisterungsfähigkeit der Menschen hier."

Der Freistaat unterstütze deshalb sehr umfänglich die Vereine und die Kommunen bei ihrer Arbeit und den Ausbau der Sportstätten. Die gescheiterten Olympiabewerbungen von Hamburg und München zeigten allerdings auch, dass es ohne die Einbeziehung und vor allem die Unterstützung der Menschen in den betroffenen Regionen, nicht geht. Voraussetzung für eine erfolgreiche deutsche Olympiabewerbung seieine realistische Planung und sorgfältige Vorbereitung

Dulig sieht Chancen und Risiken

Zur Idee einer privaten Initiative für eine gemeinsame Bewerbung von Sach-sen, Thüringen und Bayern um die Olympischen Winterspiele 2030, sagt Sachsens Tourismus- und Wirtschaftsminister Martin Dulig: "Die Idee ist noch ganz frisch und hat zweifelsohne ihren Reiz. Eine gemeinsame Bewerbung für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2030 in Deutschland hätte große Strahlkraft und Wertschätzung für die Wintersport-regionen in den drei Bundesländern Bayern, Sachsen und Thüringen."

Eine mögliche gemeinsame Bewerbung mit einem nachhaltigen und guten Konzept, würde die einmalige Chance bieten, sich als freundlicher, attraktiver und sportlicher Gastgeber zu präsentieren. "In ihrer Kombination haben die drei Nachbarbundesländer Bayern, Thüringen und Sachsen beste Voraussetzungen für Olympische Winterspiele. Altenberg verfügt beispielsweise mit seiner Rennschlitten- und Bobbahn über eine bestens ausgebaute und auch international anerkannte Sportstätte", so Dulig weiter. Allerdings wird eine Bewerbung nur erfolgreich sein, wenn diese auch gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, dem IOC, DOSB, Verbänden und Institutionen abgestimmt und ausgearbeitet wird. Dulig: "Die Idee klingt gut, aber der Prozess der Abwägungen, Diskussionen und Ent-scheidungen wird erst noch beginnen. Vor einer möglichen Bewerbung liegt ein sehr langer Weg, mit vielen Abstimmungsprozessen und vielen Argu-menten für und gegen eine Bewerbung. Aber wir sollten mutige Ideen nicht gleich wegdiskutieren sondern einer ehrlichen Diskussion eine Chance geben."