Pegida "Abendspaziergang" trifft auf 2500 Gegendemonstranten

demo Rede von AfD-Chef Höcke kommt nicht gut an in

Am gestrigen Montagabend hatte die islam- und ausländerfeindliche Pegida-Bewegung, anlässlich ihrer 200. Kundgebung, einen ganz besonderen Sprecher zu Gast. AfD-Chef Björn Höcke war als Hauptredner nach Dresden eingeladen worden und verspürte gemeinsam mit Pegida-Anhängern heftigen Gegenwind von Dresdnern und Angereisten, die der nationalistischen Kundgebung lautstark entgegen standen. Ironischerweise konnte Pegida-Chef Lutz Bachmann Höcke nicht selbst auf der Bühne willkommen heißen, nach eigenen Aussagen sei dies vom AfD-Bundesvorstand nicht erwünscht gewesen. Der Pegida-Chef hatte erst Anfang Februar einen weiteren Strafbefehl wegen Beleidigung kassiert. Auch über die letzten zwei Jahre häuften sich die Vorstrafen des Anführers der "bürgerlichen Mitte", darunter fallen auch Delikte wegen Drogenhandels, Volksverhetzung, Körperverletzung und Einbruchs.

 

Gegen 18 Uhr versammelten sich etwa 4000 Pegida-Anhänger vor der Dresdner Frauenkirche und lauschten und bejubelten den Worten des Parteichefs Björn Höcke des völkisch-nationalen Flügels der AfD. Die Polizei verzichtete am gestrigen Abend auf Absperrungen und sicherte die drei Kundgebungen vor Ort durch Polizisten und Ordner ab. Gemeinsam mit dem Bündnis "Dresden Nazifrei", hatten auch die Kreisverbände der CDU und FDP gemeinsam mit Dresdener Kirchen und der Jüdischen Gemeinde, unter dem Motto "Demokratie braucht Rückgrat", zum Protest aufgerufen.

 

So äußerte sich CDU-Generalsekretär Alexander Dierks über die Pegida-Großversammlung vor den zahlreichen Gegendemonstranten: "Wir überlassen eben nicht denjenigen den öffentlichen Raum, die offen Rechtsextremismus, die offen Hass, die offen Menschenfeindlichkeit auf diesem Platz betreiben", denn Gewalt beginnt nicht erst mit Taten, sondern bereits mit Worten.

 

Die Polizei berichtet von weitgehend friedlichen Abläufen des gestrigen Abends. Auf dem Schlossplatz kamen, gegen 19:45 Uhr, etwa 50 Personen den Einsatzkräften entgegen, diese konnten aber schnell zurückgedrängt werden. Zuvor bemerkten Beamte einen übelriechenden Geruch am Rande des Neumarkts. Die Quelle konnte jedoch nicht ausfindig gemacht werden.