Perspektiven der Gesundheitsforschung

Kindergesundheit Forschung in Sachsen braucht neue Strukturen

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Foto: Dutko/Getty Images/iStockphoto

Der steigende Bedarf an wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sollte dazu führen, dass die Forschungsaktivitäten im Bereich der Kinderheilkunde jenseits der Gesundheitsforschung für Erwachsene noch stärker intensiviert werden.

Wenn die sehr komplexen Einflussfaktoren auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder effektiv erforscht werden und die Erkenntnisse der Krankheitsprävention zugutekommen sollen, bedarf es einer Bündelung der Medizinforschung, bei dem die einzelnen Spezialisten eng zusammenarbeiten. Diese neue Form erfordere eine eigene Struktur, die schlussendlich auch von den bereits bundesweit vorhandenen Potenzialen, die zum Teil ein Ergebnis der exzellenten Forschung der Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung sind, profitiert. Dafür sei die Hilfe des Bundes nötig.

Das ist der Tenor der hochkarätig besetzten Veranstaltung "Die Zukunft der Gesundheitsforschung für Kinder und Jugendliche" in der Landesvertretung des Freistaates Sachsen beim Bund.

Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange diskutierte dazu mit Prof. Dr. Otmar D. Wiestler, dem Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft, mit Prof. Dr. Fred Zepp, dem ehemaligen Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Ju-gendmedizin e.V., mit Prof. Wieland Kieß, Initiator der LIFE-Child-Studie der Universität Leipzig, mit Prof. Dr. Martin von Bergen, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ, Leipzig und anderen Fachleuten.

Das sagt die Ministerin dazu

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange betont: "Wir nehmen anhand der Zunahme bestimmter Erkrankungen wie Adipositas, Allergien und Verhaltensänderungen bei Kindern wahr, wie Umwelt, soziale Faktoren und Lebensgewohnheiten sich negativ auf die Kindergesundheit auswirken können. Deshalb ist es dringend geboten, dass sich die Wissenschaftler und Mediziner der beteiligten Fachgebiete zusammenschließen und gemeinsam arbeiten.

In der Vergangenheit wurde auf diesem Gebiet schon viel im Rahmen unterschiedlicher Förderungswege investiert, wir brauchen jetzt aber neue, gebündelte Strukturen und eine dauerhafte Finanzierung dieser Forschungspotenziale auf einer gemeinsamen Plattform. Die Bereitschaft der Experten aus Leipzig, sich mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung in diese neue Strukturen einzubringen, ist selbstverständlich enorm und wäre aus meiner Sicht in jedem Fall ein großer Gewinn. Doch dies ist in ihrer Gesamtheit keine Angelegenheit der Universität Leipzig oder des Freistaates Sachsen allein. Dafür brauchen wir die bundesweite Zusammenführung exzellenter Forschung und die Hilfe des Bundes."



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