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Polizei jagt polnischen Auto-Dieb durch Sachsen - mit Erfolg!

Verfolgung Mann baut mehrere Unfälle während der Flucht

Am Dienstagnachmittag konnten die gemeinsamen Fahndungsgruppen der Bundes- und Landespolizei ein entwendetes Fahrzeug stellen und den Täter festnehmen - nach einer fast ganztägigen Verfolgungsjagd.

Polizeihubschrauber, Drohne und gemeinsame Fahndungsgruppe im Einsatz

Am Mittwochmittag fiel ein Pkw Bmw X6 im Zuge eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen auf der A 4 Richtung Görlitz auf. Denn: dieser Wagen war in der Nacht zuvor in Herten (Nordrhein-Westfalen) entwendet worden. Der Wert des Firmenwagens wird auf rund 98.000 Euro geschätzt.

Daraufhin verfolgte ein Polizeihubschrauber das Auto aus der Luft. Die gemeinsamen Fahndungsgruppen der Polizeidirektionen Chemnitz, Dresden und der Bundespolizeiinspektion Pirna sowie die Autobahnpolizei Dresden nahmen die Verfolgung auf.

In Dresden angekommen, verließ der Flüchtige die Autobahn, fuhr quer durch die Stadt und anschließend auf die Bundesstraße 6 in Richtung Bischofswerda. "Unser fliegendes Auge verfolgte den Wagen über die gesamte Zeit", so ein Sprecher der Polizei in Görlitz. Dabei handelt es sich um eine Art Drohne, die den flüchtigen Pkw ständig im Blick behielt. Zur Verstärkung wurden dann noch Streifen von den örtlichen Polizeirevieren Kamenz und Bautzen hinzugezogen.

Zwei Unfälle - der 43-Jährige setzt Flucht trotzdem fort

In der Zwischenzeit hatte der Tatverdächtige wohl an dem gestohlenen Pkw die Kennzeichen gewechselt, aber blieb nicht unentdeckt, denn er kollidierte in Neudrebnitz mit einem Weidezaun; vermutlich war er zu schnell unterwgs gewesen. Bei seiner Flucht riss der Bmw etwa 200 Meter des Zauns weg. Der hier entstandene Sachschaden lässt sich auf etwa 1.000 Euro beziffern.

Danach setzte der Flüchtige seine Fahrt unbeirrt fort und raste weiter Richtung Bischofswerda. Später baute er erneut einen Unfall: Das Auto überschlug sich auf einem Feld an der Neustädter Straße, wobei der Fahrer aus dem Auto geschleudert und verletzt wurde. Dadurch landete der Wagen in einem Vorgarten - die Bewohner konnten sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen!

Und trotzdem: Der Tatverdächtige versuchte ungehindert seiner Verletzungen, noch zu Fuß zu flüchten. Polizisten konnten ihn dann allerdings festnehmen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um einen 43-jährigen Polen handelt.

Ein Rettungswagen brachte den Mann dann in eine Klinik. An dem gestohlenen Wagen entstand ein Schaden von mehreren zehntausend Euro. Nun wird der Beschuldigte einem Haftrichter vorgeführt und die Soko Kfz führt die Ermittlungen.



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