Polizei: Tipps bei Wildwechsel

Prävention Vier Unfälle in den letzten 24 Stunden in Chemnitz

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Achtung Wildwechsel: Hier gilt es, besonders umsichtig zu fahren. Foto: Kaufmann/DJV

Der Herbst steht vor der Tür und die Tiere im Wald werden wieder aktiver. Die Polizei warnt Autofahrer daher verstärkt vor Wildwechsel. Vor allem in den Morgen-, Dämmerungs- und Nachtstunden kann es gehäuft zu Begegnungen zwischen Auto und Tier kommen. In den letzten 24 Stunden kam es im Revierbereich Chemnitz gleich zur vier Unfällen.

Vier teure und traurige Unfälle in den letzten 24 Stunden

Auf der S 201 in Richtung Hainichen, kollidierte am Mittwochabend ein 39-jähriger Smartfahrer mit zwei Dachsen. Der Sachschaden betrug 1.000 Euro. Eine 53-jährige Merced-Fahrerin stieß ebenfalls am Mittwochabend auf der S 51 in Richtung Langenleuba-Oberhain mit einem Fuchs und einem Waschbär zusammen. 1.500 Euro betrug der Sachschaden.

Ein BMW erfasste in den gestrigen Abendstunden ein die B 101 querendes Wildschwein. Knapp 2.000 Euro Sachschaden wurden am Fahrzeug festgestellt. Gleich zwei Fahrzeuge waren heute in den frühen Morgenstunden in einen Wildunfall auf der S 207 unmittelbar nacheinander verwickelt. Ein Wildschwein kollidierte mit einem Kia und rutschte dabei auf die Gegenfahrbahn, wo es von einem Opel nochmals erfasst wurde. Das Wildschwein starb noch am Unfallort. Der Sachschaden an beiden Autos beträgt rund 12.000 Euro.

Aus Schutzgründen warnt die Polizei nun

Rechnen Sie gerade am Morgen und Abend jederzeit mit plötzlichem Wildwechsel - vor allem im Bereich von Feldern und Wäldern und passen Sie Ihre Geschwindigkeit an. Sollte Wild im Scheinwerferlicht auftauchen, empfiehlt es sich, das Lenkrad festzuhalten, abzubremsen und blenden Sie die Scheinwerfer ab. (Geblendete Tiere bleiben oftmals starr stehen.)

Wenn rechtzeitiges Anhalten aussichtslos erscheint, halten Sie das Lenkrad fest in beiden Händen, treten Sie das Bremspedal durch, bauen Sie Körperspannung auf und stellen Sie sich so auf den Zusammenprall ein. (Ausweichmanöver sind zu gefährlich.) Ist es zum Zusammenprall mit Wildtieren gekommen, wählen Sie die 110, legen Sie sich eine Warnweste an und sichern Sie die Gefahrenstelle weiträumig mit einem hinter dem Fahrzeug aufgestellten Warndreieck sowie eingeschalteter Warnblinkanlage ab.