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Rigo Sonntag mit Klassensieg bei Lausitz-Rallye

MOTORSPORT Heißes Finale

Boxberg. 

Boxberg. Nachdem der Rallye-Renn- & Wassersport-Club Lausitz e.V. im ADMV im ersten Corona-Jahr 2020 eine von wenigen und die hochkarätigste Rallye in Deutschland zwar ohne Zuschauer, aber mit viel Engagement und Einfallsreichtum regelrecht durchgezogen hatte, musste dies natürlich auch in diesem Jahr anlässlich des 30-jährigen Club-Jubiläums so sein.

Favoriten auf Gesamtsieg

Als Favoriten auf den Gesamtsieg wurden in erster Linie der gebürtige Görlitzer und seit etlichen Jahren in Köln lebende Matthias Kahle als fünffacher Lausitz-Rallye-Sieger und der vierfache Gewinner Anders Gröndal aus Norwegen gehandelt.

Allerdings machten ihnen die Tschechen Erik Cais und Petr Tesinki das Leben überaus schwer. Nach einem anfangs munteren Schlagabtausch, setzten Cais/Tesinski eine Wertungsprüfungsbestzeit nach der anderen und sich in der Gesamtwertung ab. In die zwölfte und letzte Zeitenjagd gingen sie mit mehr als einer halben Minute Vorsprung, doch dann folgte das Fiasko. Nachdem der Motor ihres brandaktuellen Ford Fiesta Rally2 hochgegangen war und Feuer fing, wurde die finale Wertungsprüfung abgebrochen und schließlich annulliert. Somit wurden die zuvor Zweitplatzierten Matthias Kahle und der Dresdner Feinkost-Unternehmer Christian Doerr mit ihrem Skoda Fabia Rally2 evo zu den Siegern der 24. Ausgabe der Lausitz-Rallye erklärt.

Platz zwei ging an Anders Gröndal mit Magnus Fuglerud auf dem heißen Sitz eines Ford Fiesta R5. Dritte wurden die Polen Daniel Chwist/Kamil Heller mit einem Hyundai i20 R5.

 

Erfolg aus der Vorwoche wiederholt

Wie üblich nutzten wieder zahlreiche westsächsische Rallye-Piloten und -Co-Piloten die Schotter-Festspiele in einem Teil der weitreichenden Lausitzer Tagebaugebiete. Die Besten von ihnen waren Rigo Sonntag aus Mülsen und Peter Messerschmidt aus Reiser im Unstrut-Hainich-Kreis in einem m Honda Civic R als Gesamt-18. sowie Klassensieger der NC 3. Für Rigo Sonntag war es nach der AvD-Sachsen-Rallye in und um Zwickau in der Vorwoche der zweite Klassensieg in Folge, da allerdings mit dem Zwickauer Karsten Schneider als Co.

Gesamt-28. und gleichzeitig Vierte in der NC 3 wurden Arwed Jungnickel aus Dresden, dem diesmal im BMW 318is E36 wieder sein Vater Henrik aus Waldenburg aus dem Rallye-"Gebetbuch" las.

Als 41. und damit Vorletzte des Gesamtfeldes sowie Vierte der Klasse NC 4 kamen Andreas Schramm aus Schneeberg und Clara Bettge aus Belgern mit ihrem Volkswagen Polo 6N2 GTI immerhin ins Ziel, denn die Ausfallquote war bei der Material-mordenden Rallye unter den 78 gestarteten Teams wieder ziemlich hoch.

Weniger Glück hatten diesbezüglich Werner Löseke aus Salzkotten und Daniel Rosenmüller aus Fraureuth, der Berliner Ken Milde und dessen Co-Pilot Aaron Jungnickel aus Chemnitz, Dominic Gräbner aus Stollberg und Yannik Keller aus Grünhain-Beierfeld, Pierre Günther aus Annaberg-Buchholz und Markus Ernst aus Grünhain-Beierfeld und der zeitweise in Augsburg lebende Argentinier Sergio Emiliano Biondi und Beifahrer René Meier aus Wilkau-Haßlau, die allesamt nach und nach ausschieden.