Sachsen: "Gute Arbeitsbedingungen zahlen sich aus"

Arbeitgeberbefragung Zunehmend Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung

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Der Bedarf der sächsischen Betriebe an Fachkräften hat sich weiter erhöht. Foto: Rico Hinkel

Sachsens Betriebe haben im vergangenen Jahr erneut mehr Menschen beschäftigt als noch im Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2016 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten um rund zwei Prozent auf 1,58 Millionen angestiegen. Gleichzeitig treffen Unternehmen zunehmend auf Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung. Dies ist ein zentrales Ergebnis aus der Arbeitgeberbefragung, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) seit 1996 jährlich durchführt. Demnach hat sich der Bedarf der sächsischen Betriebe an Fachkräften 2017 weiter erhöht.

Das sagt der Arbeitsminister dazu

Sowohl der Anteil Fachkräfte suchender Betriebe (41 Prozent) als auch die Zahl der nachgefragten Fachkräfte erreichten einen neuen Rekordwert. Die eigene Ausbildung ist laut Befragung ein besonders geeignetes Mittel, um Fachkräfteengpässen vorzubeugen. "Die Unternehmen in Sachsen stehen zunehmend vor der für sie neuen Herausforderung, geeignete Mitarbeiter für offene Stellen zu finden und ihre Mitarbeiter zu halten", so Wirtschaft- und Arbeitsminister Martin Dulig. So gehen mittlerweile in Sachsen rund doppelt so viele Kündigungen vom Arbeitnehmer aus wie vom Arbeitgeber.

"Arbeitgeber, die faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen bieten, sind klar im Vorteil, wenn es um die Fachkräftesicherung geht", so Martin Dulig weiter. "Besonderes Potenzial sehe ich bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der kluge Einsatz digitaler Technologien eröffnet die Möglichkeit, Arbeit räumlich und zeitlich in einem größeren Umfang zu entkoppeln und zu flexibilisieren als dies früher möglich war."