Sachsen hebt Abiturnoten in Mathematik an

Novum Notendurchschnitt deutlich schlechter als im Vorjahr

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Region. Angesichts kritischer Stimmen von Schülern und Lehrern und dem schlechtesten Notendurchschnitt beim Mathe-Abitur seit 2013 wird Sachsen die erreichten Punktzahlen nun anheben. Das hat Kultusminister Christian Piwarz nach Auswertung einer repräsentativen Erhebung unter 50 der 129 Gymnasien entschieden. Wie die Stichproben unter den Gymnasien ergeben haben, lag der Notendurchschnitt im Leistungskurs mit 3,1 deutlich schlechter als im Vorjahr (2,5). Im Grundkurs war es mit 3,3 das zweitschlechteste Ergebnis.

Anhebung um einen Notenpunkt

Neben einer Reihe von Schülern, die auch in dieser Prüfung gute und sehr gute Ergebnisse erzielten, gab es auch solche, die erheblich unter ihren Vorleistungen geblieben sind. Wie Christian Piwarz mitteilt, wird im Grund- und Leistungskursfach Mathematik einschließlich eventueller zusätzlicher mündlicher Prüfungen die erteilte Punktzahl in einfacher Wertung um einen Notenpunkt erhöht.

Übernahme von Aufgaben aus dem gemeinsamen Aufgabenpool

Die Entscheidung hat dabei nur am Rande mit der Coronakrise zu tun. Vor allem "der hohe Anteil kompetenzorientierter Elemente", also die Anwendung des erworbenen Wissens auf neue und unbekannte Sachverhalte, wurde den Schülern zum Verhängnis. Der Grund: Sachsen habe dieses Mal mehr Aufgaben als bisher unverändert aus dem gemeinsamen Aufgabenpool der Länder entnommen und hier "einige Aufgabenstellungen in ungewohnten Kontexten formuliert". Zudem hätten die Lehrkräfte die Abiturienten mit Beginn der Krise nicht mehr so gut unterstützen und vorbereiten können.

"Zu diesem Wort stehe ich"

"Ich hatte bei der Begründung meiner Entscheidung im April, dass die Prüfungen in Sachsen wie geplant stattfinden werden, betont, dass unseren Schülerinnen und Schülern kein Nachteil erwachsen soll. Zu diesem Wort stehe ich", so Piwarz.