"Sachsen kann 125 Millionen Euro erwarten"

Wohnungsgipfel Bauminister Roland Wöller wertet Eckpunkte-Papier als Erfolg

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Foto: Getty Images/iStockphoto/OlegGr

Der Wohngipfel der Regierung mit Vertretern von Verbänden, Gewerkschaften und Mieterbund hat vergangene Woche ein Eckpunkte-Papier beschlossen, mit dem die Wohnungsnot in Deutschland bekämpft werden soll. Ziel ist unter anderem der Bau von 1,5 Millionen Wohnungen bis 2021, darunter 100.000 neue Sozialwohnungen. Fünf Milliarden Euro sollen den Ländern dafür zur Verfügung gestellt werden. "Sachsen kann in den nächsten Jahren bis 2021 davon 125 Millionen Euro erwarten", informiert Sachsens Bauminister Roland Wöller, der den Wohnungsgipfel als Erfolg für Sachsen und die Länder wertet.

Neue Maßnahmen in den nächsten Jahren

"Es freut mich außerdem, dass es uns im Freistaat gelungen ist, dass Baukindergeld über ein Sonderprogramm der Aufbaubank in voller Höhe noch vor Baubeginn auszuzahlen. Das schafft Planungssicherheit für junge Familien und setzt Anreize zum Immobilienerwerb. So bekommen Verheiratete oder Alleinstehende mit zwei Kindern auf einmal 24.000 Euro ausbezahlt, die sie als Eigenmittel zum Immobilienerwerb einsetzen können." Sachsen hatte sich beim Wohnungsgipfel unter andere dafür eingesetzt, dass Bundesfördermittel auch nach 2020 für den Neubau sowie die Modernisierung von Wohnraum einsetzbar sein müssen - sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Darüber hinaus sollen sie zur gezielten Förderung von Wohneigentum eingesetzt werden können. Sowohl die Städte als auch die ländlichen Räume müssen im Blick sein.

Zudem solle der Bund soll durch Bereitstellung öffentlicher Liegenschaften für verfügbare und erschwingliche Grundstücke sorgen - eine wesentliche Voraussetzung für den Bau von bezahlbarem Wohnraum. Das Baugesetzbuch müsse gleichzeitig auf weitere Flexibilisierungspotentiale überprüft werden. Eine maßvolle Verdichtung im Außenbereich könnte beispielsweise durch das Bauen in zweiter Reihe durch Familienangehörige ermöglicht werden.