Sachsen soll klimafreundlicher werden

Projekt Freistaat ist eine von fünf Regionen, die gefördert werden

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Das Göhrener Viadukt nahe Wechselburg. Foto: Andrea Funke

Mitte Dezember hat die EU-Kommission Sachsen als eine von fünf europäischen Regionen für das Pilotprojekt "Industrial Transition" ausgewählt - daneben auch Regionen in Frankreich, Schweden, Italien und Belgien. Im Rahmen des Projektes sollen umfassende Strategien erarbeitet werden, wie der wirtschaftliche Wandel in den Regionen nachhaltig vorangebracht und gleichzeitig dem Klimawandel entgegengetreten werden kann.

Das Ziel: Weniger Braunkohle

Die ausgewählten Regionen waren bisher überwiegend von Industriezweigen mit hohem Kohlenstoffdioxid-Ausstoß geprägt. Europaminister Fritz Jaeckel begrüßt die Entscheidung der EU-Kommission: "Mit der Auswahl Sachsens erkennt die EU die Notwendigkeit einer Unterstützung für sächsische Regionen mit großen Herausforderungen einer weiteren umfassenden Strukturentwicklung an." Als Beitrag Deutschlands sei der Umbau der Braunkohle-Industrie vorgesehen.

Was bedeute die Nominierung?

Experten der Kommission werden nun den ausgewählten Regionen helfen, Strategien für den wirtschaftlichen Wandel auszuarbeiten, Möglichkeiten für die überregionale Zusammenarbeit auszuloten und bewährte Verfahren auszutauschen. Die Arbeit beginnt im Januar 2018. In einem Jahr sollen umfassende Strategien für den regionalen Wandel vorliegen, sodass deren Umsetzung 2019 anlaufen kann.

Zur Deckung der Kosten externer Sachverständiger hat die Kommission pro Region 200.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vorgesehen. Weitere 300.000 Euro je Region sind für eine zügige Umsetzung eingeplant.



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