Sachsen steht für seine Handwerker ein

Tag des Handwerks Fachkräftebedarf soll gedeckt werden

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Foto: Harry Härtel

Dresden. Am Samstag ist bundesweiter "Tag des Handwerks". Einen ganzen Tag lang dreht sich alles um die facettenreichen Ausbildungsberufe im Bereich es Handwerks. Betriebe und Organisationen laden zum Schnuppern ein.

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig betont, dass das Handwerk in Sachsen eine tragende Säule für den Mittelstand darstellt: "Ein innovativer Mittelstand trägt erheblich zum wirtschaftlichen Wachstum in Sachsen bei. Die Handwerkerinnen und Handwerker sind insbesondere gefragt, wenn es um individuelle Lösungen für Aufgaben und Herausforderungen von privaten Haushalten bis zur Industrie geht."

Innovation soll die Zukunft sein

Innovation wird in Sachsen auch im handwerklichen Sektor groß geschrieben. Mit eigenen Produkten und Serviceleistungen können neue Märkte erschlossen werden, betont Dulig.

Der Freistaat hat rund 57.000 Betrieben aus der Branche und ist damit Arbeitgeber von und mehr als 300.000 Beschäftigten. Auch in Sachen Ausbildung ist Sachsen aktiv. Mit dem Nachwuchs steht und fällt am Ende auch die Zukunft des Handwerks.

Wie das Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr mitteilte, werden unbesetzte Arbeitsplätze und Vakanzzeiten im Handwerk besonders deutlich. Der Freistaat will hier ansetzen und fördern.

Ein Meisterbonus seit 2016

Seit 2016 gibt es von der Staatsregierung einen Meisterbonus: Wer seine Prüfung zum Handwerksmeister, Industriemeister oder Fachmeister erfolgreich ablegt, erhält vom Staat 1.00 Euro.

Dadurch soll ein Anreiz gegeben sein, der zu Weiterbildung motiviert. Zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses steht dem Wirtschaftsministerium jährlich eine Summe von 1,65 Millionen Euro zur Verfügung. Diese sollen vor allem in den Bau- und Ausbaugewerbe sowie das Nahrungsmittelhandwerk verwendet investiert werden, wo sich momentan ein starker Fachkräftebedarf abzeichnet.

"Insbesondere der Abschluss zum Handwerksmeister und zur Handwerksmeisterin befähigt nicht nur dazu, ein Handwerk selbstständig auszuüben und somit einen eigenen Betrieb zu führen. Er befähigt auch, und das ist das Entscheidende, Auszubildende einzustellen und diese auszubilden. Gleichzeitig sichert der Abschluss eine faire Entlohnung für die Handwerksmeister und -meisterinnen", begründet Minister Dulig den Bonus.