Sachsen treibt Radverkehr voran

Verkehr Rahmenbedingungen für Radwegebau sollen besser werden

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Barbara Schmidtke aus Markersdorf informiert sich an der Stelle, wo der Chemnitztal-Radweg in Richtung Diethensdorf ausgebaut werden soll. Foto: Andreas Seidel/Archiv

Um den Ausbau des sächsischen Radwegenetzes zu beschleunigen, tritt das sächsische Verkehrsministerium auch im kommenden Jahr kräftig in die Pedale. Bis Mitte 2018 sollen alle 543 Kilometer Radwegemaßnahmen an Bundes- und Staatsstraßen der höchsten Priorität beauftragt sein.

Radverkehr soll erhöht werden

"Es ist unser erklärtes Ziel, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr landesweit nennenswert zu erhöhen und dazu das Netz für den Alltags- und touristischen Radverkehr weiter auszubauen", sagt Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig.

Für den Netzausbau und die Verbesserung der Qualität im Alltagsradverkehr wurde unter anderem die Förderung des kommunalen Radwegebaus vereinheitlicht und auf 90 Prozent der Kosten erhöht. Damit sollen die Rahmenbedingungen weiter vereinfacht werden.

In Hinblick auf den Tourismus

Weiterhin soll der Aufbau einer Radwegedatenbank mit einer systematischen Erfassung von rund 6.000 Kilometern die Radwegeplanung und -erhaltung, die touristische Vermarktung und die Routenführung unterstützen.

Darüber hinaus ist die Gründung einer eigenständigen "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden" vorgesehen, wozu interessierte regionale Vertreter in Kürze angesprochen werden sollen.

Erwartungen müssen realistisch bleiben

Gleichzeitig bremst Dulig überzogene Erwartungen: "Der jährliche Fortschritt der fertiggestellten Radwege vollzieht sich ungleichmäßig. Der Planungs- und Genehmigungsprozess ist oft ähnlich aufwendig wie im Straßenbau."

Gründe dafür seien erforderliche Planfeststellungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfungen, die europäische Umweltgesetzgebung und die bisweilen schwierige Beschaffung von Ausgleichsflächen.



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