Sachsen tritt in die Pedale

Verkehr Rahmenbedingungen für Radwegebau sollen verbessert werden

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Foto: Pavel1964/Getty Images/iStockphoto

Sachsen. Um den Ausbau des sächsischen Radwegenetzes zu beschleunigen, tritt das sächsische Verkehrsministerium auch im kommenden Jahr kräftig in die Pedale. Bis Mitte 2018 sollen alle 543 Kilometer Radwegemaßnahmen an Bundes- und Staatsstraßen der höchsten Priorität beauftragt sein. "Es ist unser erklärtes Ziel, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr landesweit nennenswert zu erhöhen und dazu das Netz für den Alltags- und touristischen Radverkehr weiter auszubauen", sagt Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig.

Für den Netzausbau und die Verbesserung der Qualität im Alltagsradverkehr wurde unter anderem die Förderung des kommunalen Radwegebaus vereinheitlicht und auf 90 Prozent der Kosten erhöht. Damit sollen die Rahmenbedingungen weiter vereinfacht werden. Weiterhin soll der Aufbau einer Radwegedatenbank mit einer systematischen Erfassung von rund 6.000 Kilometern die Radwegeplanung und -erhaltung, die touristische Vermarktung und die Routenführung unterstützen. Darüber hinaus ist die Gründung einer eigenständigen "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden" vorgesehen, wozu interessierte regionale Vertreter in Kürze angesprochen werden sollen.

Gleichzeitig bremst Dulig überzogene Erwartungen: "Der jährliche Fortschritt der fertiggestellten Radwege vollzieht sich ungleichmäßig. Der Planungs- und Genehmigungsprozess ist oft ähnlich aufwendig wie im Straßenbau." Gründe dafür seien erforderliche Planfeststellungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfungen, die europäische Umweltgesetzgebung und die bisweilen schwierige Beschaffung von Ausgleichsflächen.



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