Sachsen und Polen sagen "Nein zu Drogen!"

Sicherheit Gemeinsames Projekt geht nun zu Ende

sachsen-und-polen-sagen-nein-zu-drogen
Foto: LKA Sachsen/Harry Härtel

Görlitz. Gestern ist ein gemeinsames Projekt der sächsischen und polnischen Polizei erfolgreich beendet worden. Es beschäftigte sich mit der Effektivität im Kampf gegen die Drogenkriminalität im Grenzraum. Laut einer Pressemitteilung des Innenministeriums diente das Projekt vor allem der besseren Zusammenarbeit auf der Ebene der Polizei, aber auch anderer Behörden und gesellschaftlicher Institutionen der Drogenprävention.

Innenstaatssekretär Günther Schneider nahm an der Abschlusskonferenz teil und sagte: "Der Kampf gegen die Drogen ist eine Daueraufgabe, die nur grenzüberschreitend und gemeinsam gelöst werden kann". Wichtig sei seiner Meinung nach vor allem der Fahndungsdruck auf Dealer und Hersteller. Das funktioniere seiner Meinung nach vor allem im Grenzgebiet mit Hilfe von Razzien gut. Im aktuellen Projekt konnten die Polizisten besser ausgestattet, fortgebildet und mehr vernetzt werden, sodass sie in Zukunft der Herausforderung besser gewachsen sind.

So sieht das Projekt aus

Drei Säulen bilden die Grundlage des Projektes: Prävention, Schulung von Ermittlern und Beschaffung von Kriminaltechnik. Begleitet wurde das alles durch Öffentlichkeitsarbeit mit Hilfe einer eigenen Werbekampagne. Teil des Projekts waren einerseits Präventionsveranstaltungen für Schüler, Lehrer und Eltern, aber auch Informationsbroschüren, die über die Gefahren und die Wirkung verschiedener Drogen aufklärten. Auch im Internet waren Informationen und ein Schüler-Wettbewerb verfügbar. Drogenermittler und Kriminaltechniker hospitierten im jeweils anderen Land und nahmen an Seminaren teil.

Das EU-Projekt lief seit dem 1. Oktober 2016 und läuft noch bis Ende September, soll aber noch bis Jahresende verlängert werden. Das Budget betrug bisher rund 1,1 Millionen Euro.