Sachsen verdoppelt Mittel für Schulsozialarbeit

Bildung Ministerin Klepsch kündigt Erhöhung der Förderung von 15 auf 30 Millionen an

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Foto: FatCamera/Getty Images

Dresden. Die Mittel des Anfang 2017 aufgelegten Landesprogramms "Schulsozialarbeit" werden ab dem nächsten Jahr von bisher 15 auf über 30 Millionen verdoppelt. Das kündigte Staatsministerin Barbara Klepsch heute an. Sie sagte, dass dadurch eine höhere personelle und fachliche Qualität des Angebots erreicht werden solle.

"Ein besonderer Fokus liegt auf den Oberschulen in öffentlicher Trägerschaft" teilte sie weiterhin mit. Mit Beginn des nächsten Schuljahres soll demnach an allen 279 sächsischen Oberschulen mindestens ein Sozialarbeiter tätig sein. Dabei können die Stellen allerdings auch auf mehrere Fachkräfte aufgeteilt werden. Derzeit sind laut der Bewilligungsbehörde an allen 418 sächsischen Schulen nur 363 Sozialarbeiter beschäftigt. Zudem wird das Antragsverfahren stark vereinfacht: Dadurch fällt bürokratischer Aufwand für die Kommunen weg.

Was macht ein Schulsozialarbeiter?

Die Oberschulen sind nach Angaben des Innenministeriums ein besonders wichtiger Raum für Schulsozialarbeit, da sie vor allem bei der Ausbildung von zukünftigen Fachkräften eine wichtige Rolle spielen. Aufgabe von Sozialarbeitern in Schulen ist es, Jugendlichen bei der Bewältigung von Problem- und Konfliktsituationen zu unterstützen und ihnen wenn nötig beim Erlangen eines Abschlusses und Suchen einer passenden Ausbildung zu helfen.

Die Ministerin zog ein positives Fazit über die geplanten Maßnahmen: "Der Ausbau der Schulsozialarbeit in Sachsen ein wichtiges jugendpolitisches Anliegen. Mit der Novelle werden neue Maßstäbe für die Fortschreibung der Schulsoziarbeit in ganz Sachsen und für die praktische Umsetzung vor Ort in den Kommunen und Landkreisen gesetzt".