Sachsen will besser vor Wölfen schützen

Landwirtschaft Pilotprojekt ist geplant

Dresden. 

Dresden. Um den Schutz von Ziegen und Schafen vor Wölfen weiter zu verbessern, will der Freistaat Sachsen ein Pilotvorhaben mit ergänzenden Maßnahmen an Zäunen erproben. Mit dem einjährigen Versuch soll die Wirkung zusätzlicher stromführender Drähte an Festzäunen zum Herdenschutz getestet werden. Schaf- und Ziegenhalter, die Festzäune installiert haben, können an dem Pilotvorhaben teilnehmen. Wie die bereits bestehenden Förderungen von Schutzmaßnahmen, werden auch diese im Rahmen der Richtlinie "Natürliches Erbe" mit 80 Prozent der Nettokosten gefördert.

Projekt soll ein Jahr lang durchgeführt werden

"Wir stellen uns mit dem Wolfsmanagement auf vielfältigen Wegen den Konflikten, die mit der Rückkehr des Wolfes in der Kulturlandschaft verbunden sind. Eine tragende Säule ist dabei die Prävention. Die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen ist seit Jahren ein wichtiger Schwerpunkt", sagt Staatssekretär Frank Pfeil.

Für das Pilotvorhaben werden zusätzliche stromführende Leiter, wie Drähte oder Bänder, an bestehenden Festzäunen befestigt. So soll verhindert werden, dass Wölfe die Zäune überspringen oder untergraben. Interessenten für eine Teilnahme am Pilotprojekt können sich bei dem regional zuständigen Beauftragten für Herdenschutz melden. Das Pilotvorhaben wird zunächst ein Jahr lang durchgeführt. Danach soll über eine Fortführung entschieden werden.