Sachsen wird Modellregion für CO2-arme Wirtschaft

Projekt EU-Kommission hat fünf Regionen gewählt

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Foto: Valio84sl/Getty Images/iStockphoto

Die EU-Kommission hat heute Sachsen als eine von fünf europäischen Regionen für das Pilotprojekt "Industrial Transition" ausgewählt. In den Regionen sollen künftig umfassende Strategien erarbeitet werden, wie der wirtschaftliche Wandel in den Regionen nachhaltig vorangebracht und gleichzeitig dem Klimawandel entgegengetreten werden kann. Neben Sachsen wurden Hauts-de-France (Frankreich), Norra Mellansverige (Schweden), Piemont (Italien) und Wallonien (Belgien) ausgewählt, weil alle fünf Regionen bisher überwiegend von Industriezweigen mit hohem CO2-Ausstoß geprägt waren. Ab Januar 2018 sollen sie von einer maßgeschneiderten Unterstützung durch Experten der Kommission profitieren. Sie werden den Regionen helfen, Strategien für den wirtschaftlichen Wandel auszuarbeiten, Möglichkeiten für die interregionale Zusammenarbeit auszuloten und bewährte Verfahren auszutauschen. Bis Ende 2018 sollen umfassende Strategien für den regionalen Wandel vorliegen, sodass deren Umsetzung 2019 anlaufen kann.

Für jede Region hat die Kommission 200.000 Euro zur Kostendeckung vorgesehen. Die Mittel dafür stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Sofern hinreichende Fortschritte bei der Entwicklung der regionalen Strategien für den wirtschaftlichen Wandel erzielt werden, stehen für ihre zügige Umsetzung bis zu 300.000 Euro je Region aus dem EFRE zur Verfügung.

Wirtschaftsminister und Europaminister zeigen Zufriedenheit

Wirtschaftsminister Martin Dulig freut sich sehr, dass Sachsen von dem Pilotprojekt ausgewählt wurde und davon profitieren kann. Er betont, dass jeder EU-Mitgliedsstaat seinen Beitrag leisten muss, um die gemeinsam ausgearbeiteten klimapolitischen Ziele realisieren zu können. "Als Beitrag Deutschlands ist dafür unmittelbar der Umbau der Braunkohle-Industrie vorgesehen, der einen tiefgreifenden Strukturwandel nach sich zieht. Hiervon besonders betroffen sind in Sachsen das Braunkohlerevier in der Lausitz und das Mitteldeutsche Revier bei Leipzig", so Dulig.

Auch Europaminister Fritz Jaeckel begrüßt die Entscheidung der EU-Kommission. Er sagt: " Mit der Auswahl Sachsens erkennt die EU die Notwendigkeit einer Unterstützung für sächsische Regionen mit großen Herausforderungen einer weiteren umfassenden Strukturentwicklung an."



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