Sachsens Wirtschaft weiter auf Höhenflug

Wirtschaft IHK veröffentlicht Ergebnisse der Konjunkturumfrage

Foto: Thomas Schmotz

Chemnitz/Dresden/Leipzig. Für die gewerbliche Wirtschaft in Sachsen geht es weiter bergauf. Das geht aus einer Konjunkturumfrage der sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) hervor. Mit mehr als 93.000 Beschäftigten hatten sich über 1.500 Unternehmen aus Industrie, Baugewerbe, Einzel- und Großhandel, Dienstleistungen und Verkehr an der Umfrage beteiligt.

Der IHK-Geschäftsklimaindex, der die Einschätzung zur aktuellen Lage und den Erwartungen in den sächsischen Unternehmen berücksichtigt, steigt seit 2015 kontinuierlich. In diesem Jahr erreicht er mit 134 Punkten einen neuen Höchststand. Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Lage als sehr gut. Nur etwa 6 Prozent gaben ihre Lage mit "schlecht" an.

Zukunftsfelder sollen weiter ausgebaut werden

Die Geschäftserwartungen sind im Gegensatz zum Vorjahr zwar etwas weniger optimistisch, aber sie liegen in der Summe über dem Stand des letzten Jahres. Kristian Kirpal, Präsident der IHK in Leipzig, gab zu der Veröffentlichung an: "Die Situation der sächsischen Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahresstand in allen Wirtschaftsbereichen zum Teil deutlich verbessert und unterstreicht einmal mehr die wirtschaftliche Breite des Aufschwungs. Diese Entwicklung gilt es zu festigen, vor allem mit Blick auf die bevorstehende Regierungsbildung in der Bundespolitik."

Um die Stabilität in der gewerblichen Wirtschaft weiter zu festigen, müssten wichtige Zukunftsfelder weiter ausgebaut werden. Zu denen zählt Kirpal die Digitalisierung, Investitionen in die Mobilitäts- und Verkehrsinfrastruktur sowie Strategien für drohende Fachkräfteengpässe.

Fachkräftemangel bleibt größter Risikofaktor

Durch den anhaltenden Konjunkturaufschwung planen viele sächsische Firmen, ihre Mitarbeiterzahl weiter zu erhöhen. Auch Investitionsplanungen werden weiter verfolgt. Im Vergleich zum letzten Jahr steigt die Investitionsbereitschaft auf 26 Prozent. Damit möchte etwa jedes vierte Unternehmen seine Ausgaben für Investitionen erhöhen.

Der meistgenannte Risikofaktor der Umfrage ist trotz allem der Fachkräftemangel. Mit deutlichem Abstand folgen die Entwicklung der Arbeitskosten, wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung der Inlandsnachfrage. Auch die noch offenen wirtschaftspolitischen Schwerpunkte der neuen Bundesregierung sorgen für Verunsicherung.