Sächsische Extrem-Enduro-Serie kam "Heim"

Hard Enduro Series Germany gastierte beim Isegrim Enduro in Schwepnitz

Schwepnitz

Zum fünften von sieben Saisonläufen kam die einst von Denis Günther aus Börnichen bei Zschopau ins Leben gerufene Extrem-Enduro-Rennserie "Hard Enduro Series Germany" zum ersten Mal in diesem Jahr nach Sachsen. Im gut 20 Kilometer nördlich von Dresden gelegenen Schwepnitz folgte am vergangenen Samstag auf die Rennen im thüringischen Neuhaus-Schierschnitz, im brandenburgischen Reetz, im ebenfalls thüringischen Hamma sowie im bayrischen Reisersberg das beliebte Isegrim Enduro. Auf dieses werden am letzten Samstag im September, am 28. September, das Melz-Exdraehm bei Dahlen sowie am 1. November das Saisonfinale in Rüdersdorf am östlichen Stadtrand von Berlin folgen. Für das Isegrim-Enduro hatten sich exakt 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen für die Hauptklasse plus acht Kids mit 50- bzw. 65-ccm-Maschinchen angemeldet, die bei bestem Rennwetter zusammen mit zahlreichen Zuschauern allesamt auf ihre Kosten gekommen sein dürften.

Top-Rider in eigener Liga

In zwei je eineinhalbstündigen Gruppenrennen des Hauptfeldes bestand die Aufgabe für die Protagonisten zunächst darin, unter den ersten 20 ins Ziel zu kommen und sich so für das alles entscheidende Hauptrennen der bis dahin besten 40 über 55 Minuten plus einer Runde zu qualifizieren. Diese Aufgabe erledigten elf der 16 Westsachsen, Erzgebirger bzw. Vogtländer mit Bravour, womit sie die Voraussetzungen geschaffen hatten, weitere Meisterschaftspunkte zu sammeln und somit ihre Tabellenpositionen zu festigen oder gar zu verbessern.

Wie dem vorgeschalteten Prolog und den Gruppenrennen drückten die nordwestdeutschen Halb-Profis Milan Schmüser aus Tensfeld in Schleswig-Holstein, Leon Hentschel aus dem niedersächsischen Uelzen und Henry Strauss aus Uetze, ebenfalls in Niedersachsen, ihre Stempel auf. Während Milan Schmüser die Schinderei über Stock und Stein mit einem Vorsprung von 1:15 Minuten souverän gewann, gab es beim Kampf um Platz zwei fast ein Foto-Finish. Zumindest war die Zeitdifferenz zwischen dem Zweitplatzierten Leon Hentschel und dem Dritten Henry Strauss mit weniger als einer Sekunde beim Hard Enduro nur ein Wimpernschlag.

Starke Sachsen mischten vorn mit

Mit seinem vierten Saisonsieg zementierte Milan Schmüser seine Tabellenführung ebenso wie der Reinsdorfer Arvid Meyer mit Platz fünf seinen fünften Tabellenrang. Unmittelbar hinter ihm wurde der Tabellensechste Eric Seifert aus Breitenbrunn Sechster des Rennens. Gleichzeitig hatte er mit seiner Stark Varg zum dritten Mal in Folge die Wertung für Elektro-Bikes für sich entschieden.

Den letzten Top-10-Platz sicherte sich Emil Kessler aus Plauen, der gleichzeitig Vierter der Junioren wurde und damit weiter auf Kurs auf zumindest den Vize-Titel der direkten Nachwuchspiloten liegt.

Felix Bopp aus Weißenborn wurde 14. und Pascal Kaupa aus Mildenau 17. Auch Letzterer konnte einen Pokal für eine Sub-Wertung mit nach Hause nehmen, und zwar den zweitgrößten der Amateure.

Unmittelbar hinter Pascal Kaupa wurde der weitere Junior Raven Lippold aus Schlettau Gesamt-18.

Während Maik Schubert aus Großolbersdorf und David Loose aus Chemnitz auf die Ränge 28 bzw. 30 fuhren, belegten Marcel Teubner aus Raschau, Michael Martin aus Mildenau sowie Christian Nicklaus aus Wildenfels die Plätze 35, 38 und 39.

Nicht ins Finale schafften es unter anderem die Dauerstarter aus dem Regierungsbezirk Chemnitz Lukas Jung aus Schwarzenberg und Hendrik Peltzer aus Leubsdorf sowie die Gaststarter Franz Wiedemann aus Lichtenau, Kevin Schürer aus Wildenfels, Oliver Timmel aus Weißenborn und der Leubsdorfer Hendrik Peltzer.

 

Lob aus profundem Mund

 

Am Ende fand der strahlende Sieger Milan Schmüser, in unseren Breiten auch bestens bekannt als Weltklasse-SuperEnduro-Pilot beim alljährlichen Hallen-Spektakel am ersten Samstag im Januar in Riesa, lobende Worte für die Veranstaltung sowie die ganze Serie. So sagte er: "Die Hard Enduro Series Germany von Denis Günther ordne ich organisatorisch sehr, sehr weit oben ein, wenn nicht sogar als beste Serie in Deutschland. Sie ist sehr professionell und auch international besser als die meisten Serien und Rennen. Dabei besteht die große Schwierigkeit darin, Strecken zu bauen, die für uns besseren Fahrer anspruchsvoll sind und die gleichzeitig auch für die vielen Hobby-Fahrer fahrbar sind. Die breite Masse muss auch ihren Spaß haben, denn die finanziert den ganzen Kram und lässt die Serie hoch leben."

 

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