Sächsische Polizei sucht bei Fahndungstag nach Kriminellen

Kriminalität Die Polizei in Sachsen will den Druck auf Kriminelle erhöhen. Schon zum dritten Mal in diesem Jahr findet ein landesweiter Fahndungs- und Kontrolltag statt.

Possendorf. 

Die sächsische Polizei macht weiter Druck auf Kriminelle. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr gab es einen Fahndungs- und Kontrolltag. Dazu wurden 17 große Kontrollstellen eingerichtet. "Das ist natürlich nur die Spitze des Eisberges, es gab noch zahlreiche weitere kleinere Kontrollstellen und mobile Teams", sagte Mario Laske, Sprecher der Polizeidirektion Dresden. Er ging davon aus, dass alle Reviere in Sachsen beteiligt sind. Die Kontrollen würden sich nicht nur auf Fahndung nach Personen beziehen, sondern auch auf Bereiche wie Betäubungsmittelkriminalität und Autodiebstähle. Der Aktionstag soll zudem bisherige Fahndungsinstrumente besser vernetzen. Dabei nehme man auch verstärkt die grenzüberschreitende Kriminalität und die Schleusungskriminalität in den Blick, hieß es. 

Bei der dritten Kontrolle verschaffte sich Innenminister Armin Schuster (CDU) am Mittwoch an einem Kontrollpunkt auf der Bundesstraße 170 in Possendorf einen Überblick von der Arbeit der Beamten. Nach Angaben der Polizeidirektion Dresden wurden in acht Stunden 142 Fahrzeuge und 186 Personen kontrolliert. Drei Autofahrer wurden ohne Fahrerlaubnis erwischt, eine von ihnen habe offensichtlich einen gefälschten Führerschein bei sich gehabt, hieß es. Die Polizei leitete Strafverfahren ein. Ein Autofahrer war unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln unterwegs. In 16 Fällen wurden Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt. 

Beim ersten landesweiten Fahndungs- und Kontrolltag hatte die Polizei im März 58 gesuchte Personen aufgegriffen, 43 davon mit Haftbefehlen. 14 von ihnen kamen in Haft, die anderen durch die Zahlung eines Geldbetrags wieder frei. Damals hatte die Polizei rund 2.250 Fahrzeuge und 2.800 Personen kontrolliert. Ende Mai folgte eine zweite Aktion dieser Art. Nach den Worten von Schuster wird damit ein neues Fahndungskonzept umgesetzt. Der Minister hatte schon damals ein viertes Fahndungs- und Kompetenzzentrum in Dippoldiswalde angekündigt. Die anderen befinden sich in Görlitz, Stollberg und Plauen. In den Zentren arbeitet die Landespolizei gemeinsam mit der Bundespolizei. 

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