Sächsische Wirtschaft: Das Wachstum lässt nach

Konjunkturumfrage Unternehmen korrigieren Prognosen nach unten

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Die sächsische Wirtschaft bewegt sich nach wie vor auf Expansionskurs, allerdings verringert sich das Wachstumstempo. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage von Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer. Demnach stützen stabile Konsumausgaben und die Investitionen zwar weiterhin die Konjunktur. Jedoch schwindet angesichts drohender Handelskonflikte sowie steigender Kosten- und Bürokratiebelastungen das Vertrauen in den Aufschwung. Dennoch bewerten rund 95 Prozent der Befragten ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend.

So sieht es in den Branchen aus

Außer dem Handel und dem Verkehrsgewerbe geben alle Wirtschaftsbereiche gleichbleibende oder bessere Bewertungen als im Vorjahr ab. Dem Handel machen trotz anhaltendem Beschäftigungsaufbau sowie steigenden Löhnen und Gehältern vor allem die demografische Entwicklung und die Konkurrenz aus dem Netz zu schaffen. Im Verkehrsgewerbe konnten die gute Auftrags- und Umsatzentwicklung die steigenden Kosten bei den Kraftstoffen und die Ausgaben durch die Mautausweitung auf Bundesstraßen nicht auffangen. Nochmals gestiegen sind die positiven Einschätzungen in der Bauindustrie. Auch das Handwerk legt, getrieben von den Baugewerken, leicht zu. Industrie und Dienstleister bleiben auf hohem Niveau stabil.

Die Geschäftserwartungen fallen trotzdem zurückhaltender aus. Alle Wirtschaftsbereiche korrigieren ihre Prognosen nach unten. Fachkräfteengpässe und die politischen Unwägbarkeiten auf nationaler und internationaler Ebene drücken die Stimmung. Steigende Löhne, Rohstoff- und Mautpreise sowie offene Fragen zur Mietpreisbremse und zum sozialen Wohnungsbau verunsichern. An der Umfrage der beiden Kammern beteiligten sich knapp 2.000 Unternehmen mit insgesamt mehr als 40.000 Beschäftigten aus den Bereichen Industrie, Bau, Handwerk, Dienstleistung, Handel und Güterverkehr.