Schulstart - Fast alle freien Lehrerstellen besetzt

Bildung Quote der Seiteneinsteiger gestiegen

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Foto: BraunS/Getty Images

Dresden. Zum Schulstart galt es 1400 Stellen zu besetzen, trotz des angespannten Lehrerarbeitsmarktes ist es Sachsen gelungen, davon 1388 (Stand 2. August) zu besetzen. Es wurden insgesamt 481 Lehrer für Oberschulen, 468 für Grundschulen sowie 161 Lehrer für Förderschulen, 148 Lehrer für Gymnasien und 130 für Berufsbildenden Schulen eingestellt.

Auf die freien Stellen hatten sich lediglich rund 1160 ausgebildete Lehrer beworben, davon fiel circa über die Hälfte auf ausgebildete Gymnasiallehrer. Es bewarben sich also viel zu wenig ausgebildete Lehrer für Grundschulen, Oberschulen und Förderschulen. Somit mussten mehr Seiteneinsteiger als zuvor eingestellt werden. Die Quote der Seiteneinsteiger stieg gegenüber dem Vorjahr von 48 auf 52 Prozent.

"Wir finden auf dem Arbeitsmarkt nicht genügend grundständig ausgebildete Lehrer - weder in Quantität noch mit der Ausbildung für die entsprechende Schulart", sagte Kultusministerin Kurth.

Maßnahmenbündel geschaffen, um Unterrichtsausfall zu vermeiden

Erstmals bekommen Seiteneinsteiger ab diesem Jahr eine dreimonatige Einstiegsqualifizierung bevor sie unterrichten dürfen. Da sie somit nicht gleich zu Beginn des neuen Schuljahres zur Verfügung stehen, wurden weitere Maßnahmen ergriffen, um Unterrichtsausfall zu vermeiden:

So wurden Lehrer im Ruhestand angesprochen, um als Honorarkraft bei kurzfristig auftretendem Unterrichtsausfall aushelfen zu können. Außerdem werden Lehrkräfte gefragt, ob sie bereit wären, über ihr volles Stundendeputat hinauszugehen - dem haben 680 Lehrer zugestimmt. Des Weiteren werden in Teilzeit arbeitende Lehrer gebeten, ihren Beschäftigungsumfang zu erhöhen - geleistete Überstunden bekommen Lehrkräfte sofort vergütet. Auch das as Einstellungsverfahren wird mit dem Start des Schuljahres nicht beendet.

Lehrermangel und steigende Schülerzahlen

Es mangelt nicht nur an Lehrern, auch die Zahl der Schüler für das neue Schuljahr ist gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen werden circa 402.400 Schülerinnen und Schüler die 1356 öffentlichen Schulen besuchen. Das sind etwa 5000 Schüler mehr als im zurückliegenden Schuljahr.