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Schweinepest wütet weiter: Köpping besucht Seuchenbekämpfungs-Zentrum

Umwelt Görlitzer Restriktionszone soll vor Ausbreitung schützen

Sachsen. 

Sachsen. Seit Monaten wütet die Afrikanische Schweinepest in Sachsen (BLICK berichtete). Heute ist Sozialministerin Petra Köpping, aufgrund des akuten Ausbruchsgeschehens, zu Besuch im Landestierseuchenbekämpfungszentrum in der Landesdirektion gewesen. Dort werden nach den strategischen Vorgaben des Krisenstabs des Sozialministeriums und in Abstimmung mit den Behörden des Landkreises Görlitz alle zur Eindämmung der Tierseuche nötigen Maßnahmen koordiniert.

"Unser Ziel ist es, eine Ausbreitung der Tierseuche weiter hinein nach Sachsen und damit nach Deutschland zu verhindern. Das ist uns bisher gut gelungen. Die Tierseuche drückt aus Polen zu uns nach Sachsen. Das zeigen die Erfahrungen aus Brandenburg. Das zeigt auch das sehr aktive Seuchengeschehen östlich der Neiße", erklärte Sozialministerin Petra Köpping. "Die Schweinepest ist eine große Gefahr für die Schweinefleischerzeuger. Wir wollen den wirtschaftlichen Schaden für diese Landwirte möglichst geringhalten. Ich danke deshalb allen Beteiligten vom Landkreis, vom Technischen Hilfswerk, von der Landestalsperrenverwaltung, dem Umweltministerium, dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie der Jägerschaft für ihre bisherige flexible Hilfe. Ich danke auch den Anwohnern und Landwirten, dass sie die angeordneten Maßnahmen mittragen", so die Ministerin.

Restriktionszone soll vor weiterem Ausbruch schützen

Bisher konnte die Schweinepest auf das als Restriktionszone festgelegte gefährdete Gebiet im Landkreis Görlitz begrenzt werden. In diesem Gebiet werden zunehmend verendete Wildschweine gefunden, bei denen eine Infektion mit der Tierseuche festgestellt wird. Aktuell werden 55 ASP-positive Fälle gezählt. Festgestellt wurden 52 ASP-Fälle bei bisher 113 Fallwildfunden und ein positiver ASP-Fall bei bisher 13 Unfalltieren, wobei noch Befunde erwartet werden. Zudem gibt es 29 sogenannte Entnahmen, also tierseuchenrechtlich begründete Tötungen von Wildschweinen. Dabei wurden 2 ASP-Fälle festgestellt. Zahlreiche Fundorte befinden sich südlich des Truppenübungsplatzes Oberlausitz im Niederspreer Teichgebiet, einem großen Naturschutzgebiet nordwestlich von Neusorge. Das Naturschutzgebiet besteht aus einer Vielzahl von Teichen und ist in die Heidelandschaft eingebettet. Es ist für die Wildschweine ein natürliches Habitat, es ist schwer zugänglich und bietet für die Wildschweinpopulationen ideale Rückzugsmöglichkeiten. Auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr wurden bei einem entnommenen Tier eine ASP-Virusinfektion vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Zudem wurde bei einem tot aufgefundenen Frischling nördlich des Truppenübungsplatzes das ASP-Virus festgestellt.

Aktuell beträgt die Fläche des gefährdeten Gebietes 322 Quadratkilometer. Das Gebiet der angrenzenden Pufferzone umfasst 826 Quadratkilometer. Aufgrund der aktuellen Funde wird gerade eine Anpassung der Restriktionszonen erarbeitet. Innerhalb der zuletzt räumlich in die Restriktionszonen neu einbezogenen Gebiete gelten die bekannten Vorschriften, die bei Neuausweisung eines gefährdeten Gebiets erforderlich sind. Dort gilt ein generelles Jagdverbot auf alle Tierarten. Auslauf- und Freilandhaltung von Hausschweinen sind untersagt. Diese dürfen nicht mit Wildschweinen in Berührung kommen. Schweinehalter müssen in ihren Betrieben strenge Biosicherheitsmaßnahmen einhalten. Dazu gehören geeignete Desinfektionsmöglichkeiten an den Ein- und Ausgängen der Ställe. Für Hunde gilt in dieser Zone Leinenzwang. Verendete und erkrankte Wildschweine sind sowohl im gesamten gefährdeten Gebiet als auch in der Pufferzone unverzüglich gegenüber dem Veterinäramt anzuzeigen und auf Afrikanische Schweinepest zu untersuchen.