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Sachsen

Sechs Millionen Euro REACT-EU-Mittel für Förderprogramm "Berufliche Weiterbildung Sachsen"

Arbeit Minister Dulig: "Berufliche Weiterbildung kann viel bewegen"

Sachsen steht vor einem tiefgreifenden Wandel der Arbeitswelt. Die fortlaufenden technologischen Entwicklungen führen zu einer automatisierten und digitalisierten Arbeitswelt bei gleichzeitig größer werdenden ökologischen Herausforderungen. Weiterbildung ist zentral für die Bewältigung dieser Transformationsprozesse. Die COVID-19-Pandemie hat zu Einschnitten auf dem Arbeitsmarkt geführt und auch die berufliche Weiterbildung erheblich beeinträchtigt. Es fehlen u. a. erforderliche Qualifikationen, um die Krisenbewältigung und den Aufschwung der Wirtschaft mit voller Kraft voranzubringen. Hier setzt das neue Förderprogramm "Berufliche Weiterbildung Sachsen" an.

Das sagt Arbeitsminister Martin Dulig:

"Berufliche Weiterbildung kann viel bewegen - für jede und jeden ganz individuell ebenso wie für den Betrieb. Eine kontinuierliche berufliche Weiterbildung sichert Beschäftigungsfähigkeit, Innovationsgeist und wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb stellen wir rund sechs Millionen Euro aus dem REACT-EU-Programm für die Förderung der beruflichen Weiterbildung bereit. Mithilfe der EU-Strukturfondsförderung investieren wir gezielt in kluge Köpfe und damit in Sachsens Zukunftsfähigkeit."

Dr. Katrin Leonhardt, Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank - (SAB) kommentiert:

"Mit dem REACT-Förderprogramm 'Berufliche Weiterbildung Sachsen' knüpfen wir an den bereits erfolgreich beschrittenen Weg der Digitalisierung des Vorgängerprogramms 'Weiterbildungsscheck' an. Sowohl die Antragstellung als auch die Einreichung des Verwendungsnachweises laufen über das Förderportal der SAB. Neu bei diesem Programm: Anträge können mit einer e-Signatur versehen vollständig digital eingereicht werden"

Neues Förderprogramm soll Unterstützung bieten

Das neue Förderprogramm "Berufliche Weiterbildung Sachsen" unterstützt bis 2023 die Teilnahme an Angeboten der beruflichen Weiterbildung, insbesondere zum Erwerb, Auf- und Ausbau digitaler Kompetenzen sowie von fachlichen und fachübergreifenden Kompetenzen, die für den ökologischen und strukturellen Wandel benötigt werden. Dabei werden insbesondere Zielgruppen mit einem erhöhten Förderbedarf unterstützt. Es werden Maßnahmen der individuell berufsbezogenen und der betrieblichen Weiterbildung gefördert, die den spezifischen Bedarfen der Beschäftigten beziehungsweise der Unternehmen und sonstigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern entsprechen.

Anträge können ab dem 15. September 2021 bei der SAB gestellt werden.

Im Rahmen der Initiative "Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas" (REACT-EU Initiative Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe) stellt die Europäische Union den Mitgliedsstaaten zusätzliche Mittel zur Verfügung, um die Folgen der COVID-19-Pandemie abzumildern. Sie sollen ausschließlich zur "Unterstützung der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und Vorbereitung einer grünen, digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft beitragen" - so das von der EU formulierte Ziel.

Hintergrundinformationen:

Der Freistaat Sachsen unterstützt seit dem Jahr 2007 die berufliche Weiterbildung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Landesmitteln - zuerst mit dem Programm "Betriebliche Weiterbildung" und ab 2010 mit dem Weiterbildungsscheck. Allein im Förderzeitraum 2014 bis 2020 sind rund 11.000 "Weiterbildungsschecks individuell" mit einem Fördervolumen von 30,7 Millionen Euro und rund 15.000 betriebliche Weiterbildungsschecks mit einem Fördervolumen von 29 Millionen Euro gewährt worden. Die aktive Förderphase für die Weiterbildungsscheck-Programme endete zum 31. Dezember 2020. Die finanziellen Mittel für die Förderung der individuellen und der betrieblichen Weiterbildung wurden vollständig verausgabt. Die zusätzlichen Mittel aus dem Krisenreaktionsfonds der EU (REACT-EU) ermöglichen eine weitere finanzielle Unterstützung der beruflichen Weiterbildung im Freistaat Sachsen bis 2023.