Sie beraten über grenzüberschreitenden Verkehr

Konferenz Freiberger Politiker sind in Tschechien dabei

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Steve Johannes Ittershagen (M.) bei der internationalen Konferenz. Foto: Hamann/Büro Ittershagen

Most. Seit Dezember 2007 sind aufgrund des Schengener Abkommens die deutschen Grenzen zu allen europäischen Nachbarländern geöffnet. Fast zehn Jahre später luden Ende März die Industrie- und Handelskammer Chemnitz und die Kreiswirtschaftskammer Most zu einer Verkehrskonferenz "Böhmisch-sächsische Wege" nach Most ein.

Unter den rund 40 Teilnehmern befanden sich Bürgermeister der Grenzgemeinden, Vertreter von Verkehrsverbänden und -unternehmen sowie aus den zuständigen Behörden. Als einziges Mitglied des sächsischen Landesparlamentes war der Freiberger Landtagsabgeordnete Steve Johannes Ittershagen mit dabei. Im Fokus der Konferenz stand die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur im Erzgebirgsraum in den nächsten Jahren.

Weitere Maßnahmen sind nötig

Dabei zeigte sich, dass auf tschechischer Seite deutlich mehr Maßnahmen an Straßen- und Schienenwegen geplant und umgesetzt werden, als in Deutschland. Bislang bestehen elf Bus- oder Bahnlinien zwischen den Sachsen und Böhmen. Für weitere drei Verbindungen gebe es aktuell Bedarf. Darunter auch eine Linie zwischen Holzhau und Moldava.

Leider sei dieser Lückenschluss aufgrund einer Landkreis- sowie Verkehrsverbundgrenze nicht einfach zu bewerkstelligen. "Als zentrale Region in Europa kann die weitere Entwicklung des Erzgebirges nur einheitlich gedacht und umgesetzt werden", fasste Steve Johannes Ittershagen seine Eindrücke zusammen. "Hierzu erachte ich es als besonders wichtig, alte Wegebeziehungen wieder zu reaktivieren, neue Verbindungen gemeinsam zu planen und zu verwirklichen."