Silvesterexplosion in Marktpassage: Durchsuchungen bei Tatverdächtigen

Polizei identifiziert Tatverdächtige und stellt Beweismittel sicher

Wittichenau

Nach der massiven Explosion in der Silvesternacht am Markt in Wittichenau haben die Ermittler nun Durchsuchungen durchgeführt. Die Tat ereignete sich am 31. Dezember 2025 gegen 22.45 Uhr in einer Passage im Bereich des Marktes.

Gefährliche Pyrotechnik mit hoher Sprengkraft

Der verwendete Knallkörper stammte vermutlich aus dem Ausland und enthielt zirka 300 Gramm Sprengstoff. Der Umgang mit einem Böller dieser Art ist in jedem Fall lebensgefährlich. Zum Vergleich enthält eine in Deutschland erlaubte Rakete der Kategorie F2 in der Regel lediglich zwei bis vier Gramm Explosivmasse.

Erhebliche Schäden an Gebäuden und Einrichtungen

Die Sprengkraft des Knallkörpers war so stark, dass Scheiben und Türen einer Fleischerei, einer Physiotherapiepraxis sowie der Wohnungsgesellschaft Wittichenau zerstört wurden. Darüber hinaus wurde eine Leuchtreklame beschädigt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach bisherigen Erkenntnissen auf mindestens 26.000 Euro.

Intensive Ermittlungen führen zu Tatverdächtigen

Noch am Abend der Tat leiteten Beamte des Polizeireviers Hoyerswerda erste Maßnahmen ein. Es wurden Spuren gesichert sowie Anwohner und mögliche Zeugen befragt. Die intensiven Ermittlungen führten schließlich zu drei Tatverdächtigen aus dem Bereich Wittichenau im Alter von einmal 14 und zweimal 15 Jahren.

Durchsuchungen und Sicherstellung von Beweismitteln

Am 23. Januar durchsuchten Einsatzkräfte des Polizeireviers Hoyerswerda auf richterliche Anordnung die Wohnungen der deutschen Jugendlichen. Dabei stellten die Beamten zwei Rucksäcke sowie die Mobiltelefone der Beschuldigten sicher. Die Mobiltelefone enthalten nach derzeitiger Einschätzung weitere Beweise und werden in den kommenden Tagen ausgewertet. Die Ermittlungen dauern an.

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