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simul+: 5 Millionen Euro für 70 innovative Ideen im ländlichen Raum

Prämien Digitale Preisverleihung im simul+Wettbewerb

Im simul+Wettbewerb "Ideen für den ländlichen Raum" hat Staatsminister Thomas Schmidt heute in einem Livestream die besten von insgesamt 362 eingereichten Vorhaben gekürt. Die besten 70 Beiträge werden mit Prämien in Höhe von 5.000 bis 300.000 Euro ausgezeichnet. Insgesamt wurden knapp fünf Millionen Euro zur Umsetzung der Ideen bereitgestellt. Gesucht wurden konkrete Ideen für die Gestaltung des Zusammenlebens im ländlichen Raum und zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort. Bei den prämierten Beiträgen stehen Impulse für die Kommunikation durch vielfältige Treffpunkte im Vordergrund. Auch die Wertschätzung von Wissen der älteren Generation in Verbindung mit der Inspiration junger Menschen ist ein Anliegen. Hinzu kommen Innovationen für ein besseres Angebot an regional erzeugten Lebensmitteln und die Stärkung der Wirksamkeit von Kunst und Kultur im ländlichen Raum. Außerdem beinhalten die Projekte zahlreiche Ideen zur konkreten Anwendung digitaler Technologien und der Schaffung digitaler Arbeitsplätze in einem kreativen, ländlichen Umfeld.

Neues probieren und Traditionen pflegen

"Alle Beiträge haben tolle Ideen zur Gestaltung lebenswerter Gemeinden sowie kreative Konzepte zur Entwicklung des gemeinschaftlichen Lebens im ländlichen Raum. Das zeigt den Wunsch in vielen Orten, gemeinsam mehr aktiv zu werden, Neues zu probieren und Traditionen zu pflegen. Hinter den Beiträgen stehen Initiativen, an denen sich tausende Menschen beteiligt haben", sagte Staatsminister Schmidt. "Natürlich sollen die Ideen verwirklicht werden! Mit den Prämien unterstützen wir die Umsetzung von 70 hervorragenden Projekten. Ich bin mir aber sicher, dass alle Teilnehmer von der gemeinsamen Ideenfindung für ihre Vorhaben profitieren werden!"

Die Sieger im Modul "Projekt"

Der Sieger im Modul "Projekt" ist der Bürgerverein JaLiMeu e.V. aus Frohburg. Die Idee eine Bauhütte einzurichten, um die alte Dorfschule Jahnshain klimafreundlich mit Recyclingmaterialien zu modernisieren soll mit einer Prämie von 25.000 Euro ausgezeichnet werden, um wieder einen alltäglichen Platz für Begegnungen und Gemeinschaft zu schaffen. Zweitplatzierter ist der Förderverein der Grundschule Arnsdorf e.V.. Für das Projekt "Machen statt reden - die FRI-KIDS legen Hand an!" erhält er 20.000 Euro. Dritter wurde der MITEINANDER e.V. aus Geyer mit der Idee eines Mehrgenerationentreff am Brunnenplatz in Geyer, für die er 15.000 Euro gewann. Weitere sieben Beiträge erhalten Auszeichnungen in Höhe von 10.000 Euro und weitere 40 Ideen Prämien in Höhe von 5.000 Euro.

Sieger im Modul "Land Kommune"

Im Modul "Land.Kommune" erhalten 20 Städte und Gemeinden Preise. Jeweils 300 000 Euro erhalten die Städte Adorf/Vogtland und Hartha sowie die Gemeinden Langenbernsdorf und Schöpstal. Preisträger mit jeweils 250 000 Euro sind die Gemeinde Crostwitz, die Städte Königsbrück und Stolpen sowie die Große Kreisstadt Torgau. Zehn Preisträger erhalten je 200 000 Euro: die Städte Bernstadt a. d. Eigen, Elterlein und Lugau, Mügeln und Hohnstein, sowie die Gemeinden Bobritzsch-Hilbersdorf, Rackwitz, Mittelherwigsdorf und Wachau, sowie die Große Kreisstadt Niesky. Die Stadt Glashütte und die Gemeinde Neukirch erhalten je 150 000 Euro.

Die im Mai 2020 geplante Auszeichnungsveranstaltung kann aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Alle Preisträger und Teilnehmer werden in den nächsten Tagen über das Ergebnis informiert. Der Wettbewerb wird finanziert aus Mitteln des Freistaates Sachsen auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.