Sind wir noch sicher? Das sagen die Zahlen

Innenminister Markus Ulbig stellt Kriminalitäts-Statistik 2016 vor

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Foto: Harry Härtel

324.736 Straftaten, rund 10.000 mehr als im Jahr davor. So lautet die Bilanz des sächsischen Innenministers Markus Ulbig für das Jahr 2016, die am Mittwoch in Dresden vorgestellt wurde.

Ein wichtiger Grund für den Anstieg: mehr Vergehen durch Zuwanderer, so das Ministerium. Die Sicherheitsbehörden stehen vor neuen Herausforderungen - unter anderem durch den Terrorismus, sagte Markus Ulbig. Der Innenminister weiter: "Wo wir Veränderungsbedarf erkannt haben, handeln wir. So wird das Personal bei der Polizei sukzessive aufgestockt und die Ausstattung Schritt für Schritt erweitert."

Deutlich mehr Wohnungseinbrüche in Sachsen

Die Aufklärungsquote war insgesamt gegenüber 2015 minimal angestiegen - um 0,1 Punkt auf 55,8 Prozent. Damit kann gut jede zweite Tat aufgeklärt werden.

Mit Sorgen beobachten die Behörden den Anstieg der Wohnungseinbrüche. 2016 wurden in Sachsen insgesamt 4.684 Delikte gezählt, rund 400 mehr als 2015. Und nur in jedem fünften Fall konnte die Polizei die Täter ausfindig machen. Der Ausländeranteil betrug hier rund 20 Prozent, allen voran Personen mit tunesischer, tschechischer und georgischer Staatsangehörigkeit.

Im Bereich der Drogenkriminalität blieben die Zahlen in etwa konstant bei rund 9.800. Bei den Autodiebstählen und im Bereich Cyber-Kriminalität zeigt die Statistik einen leichten Rückgang.

Erfolgreiche Aufklärungsarbeit bei Gewaltverbrechen

Die Statistik zeigt auch: die Zeiten werden härter. Die Anzahl der registrierten Körperverletzungen stieg von 2015 zu 2016 um 14 Prozent auf 8.252. Jeder fünfte Täter war ein Ausländer, so das Ministerium. Erfreulich allerdings: In dieser Kategorie leistet die Polizei erfolgreiche Aufklärungsarbeit. Bei 76 Prozent aller Körperverletzungs-Delikte wird der Täter aufgespürt.