So war das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig

Festival Trotz Regen ein gelungenes Pfingst-Wochenende

Beim Steampunk Picknick. Foto: Arne Glaser

Leipzig. Am Pfingstwochenende war viel los in Leipzig. Neben dem alljährlichen Stadtfest lockte das traditionelle Wave-Gotik-Treffen über 21.000 Besucher in die Stadt. An fünf Tagen gaben sich rund 200 Künstler an 61 Veranstaltungsorten die Ehre.

Steampunk Picknick und ein matchiges Mittelaterdorf

Verrückte aufwendige Outfits, tausende Schaulustige und ein leicht überfüllter Clara-Zetkin-Park ließen erahnen, dass das "WGT" - wie es umgangssprachlich bezeichnet wird - am Freitagnachmittag offiziell begonnen hatte. Die musikalische Eröffnung gaben "Umbra Et Imago" vor einer gut gefüllten Agra-Messehalle. Im Heidnischen Dorf freute sich die Menge auf "Tanzwut".

Die Highlights am Samstag waren das Steampunk-Picknick im Kleingärtnermuseum und musikalisch die Elektroformation "VNV Nation", sowie die Metaller von "Amorphis. Von den Unwettern ließen sich die feierwütigen Besucher nicht abschreckt. Obwohl es im Kohlrabizirkus hinein regnete, feierte man trotzdem mit "Xandria". Schlammig wurde es nur im Heidnischen Dorf. Aber wozu braucht man Schuhe - dachten sich einige Besucher und gingen barfuß übers Gelände.

Von echten Vampirzähnen und dem Mitternachts-Spezial

Bei immer noch trüben Wetter machte sich die große Shoppingmeile auf der Agra bezahlt. Korsetts, Leder- und Lackoutfits, Kopf- und Körperschmuck - ja sogar Vampirzähne von Father Sebastian - konnte man erwerben. Die Festivalgänger freuten sich an diesem Abend auf "The 69 Eyes", als legendäre Gothic-Band. Die Agrahalle füllte sich noch mehr, als das Mitternachts-Spezial "Skinny Puppy" begann, was jedoch trotz der aufwendigen Bühnenshow nicht so gut ankam.

Der letzte Tag klang mit verschiedenen Events wie beispielsweise elektronisch mit "Suicide Commando" auf der Agra, den Punkern von "The Creepshow" im Täubchenthal und Winkinger-Metal von "Equilibrium" im Felsenkeller aus, bevor die große Abschlussfete in der Moritzbastei ihre Pforten öffnete. Insgesamt war es ein sehr interessantes Festival, wenn doch das Band-Line-Up nicht so hochkarätig ausfiel, wie im Jahr zuvor. Einen Besuch ist das Wave-Gotik-Treffen immer wert.

Erste Bilder und Impressionen vom Freitag gibt es hier. Weitere Infos hier.