Sollten wir Angst vor der Zukunft haben?

Angemerkt Die Digitalisierung ist Fluch und Segen zugleich - ein Kommentar von Wieland Josch

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Auf großen Technikmessen wird derzeit wieder vorgeführt, wie die Zukunft des Menschen aussehen könnte. Verbunden ist dies mit salbungsvollen Worten, die davon künden, wie einfach doch alles wird und dass niemand davor Angst haben muss. Einfach? Sicher, und da man sich gerne auch etwas abnehmen lässt, dürften viele die Neuerungen willkommen heißen.

Zumindest Sorge sollte man aber empfinden, wenn man sieht, wie tief die Digitalität ins Privatleben eindringt. Schon jetzt kommuniziert mancher daheim mehr mit einem Mikro-Lautsprecher-Kegel als mit anderen Menschen, und für Kinder ist so ein Ding fast lebendiger als die eigenen Eltern. Bald legen Roboter Babys trocken und bis zum Stillen ist der Weg dann auch nicht mehr weit. Selbst in manchem Bett räkeln sich demnächst künstliche Lebensformen.

All das schafft Zeit. Doch wofür, wenn er die einfachsten Arbeiten verlernt hat und selbst seine Hobbys Maschinen überlässt? Deshalb: Nicht immer jeden Apparat einschalten, dafür etwas mehr den eigenen Kopf.