Spontane Streiks gehören zur Tagesordnung

Gewerkschaft Teilnahme der Amazon-Streikenden beim "Einzelhandelsrundgang"

spontane-streiks-gehoeren-zur-tagesordnung
Foto: ollo

Leipzig/Dresden. Seit gestern Morgen wird bei Amazon in Leipzig wieder gestreikt und wird dies bis heute Abend zum Ende der Spätschicht fortgesetzt. Der Grund ist der selbe wie schon seit Wochen: Die Gewerkschaft Ver.di will einen Tarifvertrag und einen branchenüblichen Lohn für die Beschäftigten vom Versandhändler durchsetzen. Dazu gehören auch eine 38 Stunden Woche sowie sechs Wochen bezahlten Urlaub. Amazon weigert sich nach wie vor in die Tarifverhandlungen zu gehen.

Tarifauftaktveranstaltung für den Einzelhandel

Für die Gehälter im Einzelhandel werden am 9. Juni die Tarifverhandlungen aufgenommen. Zum Auftakt gab es heute in der Dresdener Innenstadt den "Einzelhandelsrundgang" um ein Zeichen gegen die sinkende Tarifbindung zu setzen. "Der Konkurrenzkampf im Einzelhandel wird auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen. 70 % der Beschäftigten im Handel sind von Altersarmut betroffen, diese Entwicklung muss gestoppt werden", so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago.

OBI streikt auch

Um der Veranstaltung beizuwohnen war eine Delegation von Amazon-Streikenden nach Dresden gefahren. Außerdem wurden nicht tarifgebundene OBI-Märkte im Raum Dresden zum Streik aufgerufen.

Mehr zu dem Thema:

Streik bei Amazon Leipzig!

Streik bei Amazon geht weiter