Statistik beweist: Weniger Verkehrstote in Sachsen

Verkehr Innenminister Markus Ulbig nimmt jeden Autofahrer in die Pflicht

statistik-beweist-weniger-verkehrstote-in-sachsen
Foto: Ivanko Brnjakovic/iStockphoto

Sachsens Straßen werden unsicherer. Zwar habe es im vergangenen Jahr weniger Verkehrstote gegeben, dennoch stieg die Zahl der Verkehrsunfälle um ein Prozent auf fast 110.000. Das geht aus einem Bericht des Sächsischen Staatsministeriums des Innern hervor. Innenminister Markus Ulbig: "Auch wenn die Zahl der Unfalltoten zurückgegangen ist, jeder Unfall ist einer zuviel. Wer am Steuer eines Fahrzeuges sitzt, muss sich seiner Verantwortung und der Verpflichtung zur Rücksichtnahme bewusst sein. Das gilt ungeachtet der fortschreitenden Entwicklung moderner Fahrerassistenzsysteme."

Sowohl junge als auch ältere Autofahrer gefährdet

Positiv sei, dass sich der kontinuierliche Rückgang der verunglückten "jungen Fahrer" seit dem Jahr 2000 auch in 2016 fortsetzte. Gegenüber dem damals höchsten Wert von 6.918 Verunglückten ging die Anzahl bis 2016 um 69,3 Prozent auf 2.123 zurück. Trotz der anhaltend positiven Entwicklung bleibe die 18- bis 25-Jährigen eine stark gefährdete Altersgruppe. Nur etwa jeder 19. der Gesamtbevölkerung Sachsens ist zwischen 18 und 25 Jahre alt. Etwa jeder achte "junge Fahrer" verunglückte bei einem Verkehrsunfall. Auch Personen von über 65 Jahren gehören mittlerweile einer Risikogruppe an. So stieg die Zahl der Verunglückten in dieser Altersgruppe (2.650) um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bei den Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss wurde im letzten Jahr zwar der bisher zweitniedrigste Wert seit 1995 erreicht. Dafür registrierte die Polizei 14 Prozent mehr alkoholisierte Fahranfänger als noch 2015. Auch das Fahren unter Drogen ist laut Bericht um mehr als zwei Prozent gestiegen.