Staus in Sachsen 2025: A4 mit Abstand am stärksten betroffen

ADAC analysierte Staustunden des vergangenen Jahres

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Auf den sächsischen Autobahnen haben sich die Staustunden 2025 im Vergleich zum Vorjahr spürbar erhöht. Laut ADAC Sachsen stiegen die Wartezeiten und Verkehrsstörungen im Freistaat um zwölf Prozent – trotz nur drei Prozent Anteil an den bundesweiten Staustunden.

Überraschender Spitzenwert am Silvestertag

Besonders auffällig war der letzte Tag des Jahres: Am 31. Dezember meldeten Verkehrsteilnehmer in Sachsen 99 Staus mit einer Gesamtlänge von 512 Kilometern – mehr als doppelt so lang wie der bisherige Spitzenwert 2024 (200 Kilometer am 16. Januar).

A4 besonders häufig betroffen

Die mit Abstand längsten Staubereiche befanden sich auf der A4 zwischen den Ausfahrten Pulsnitz und Siebenlehn sowie zwischen Bautzen Ost und Görlitz. Allein auf dieser Strecke summierten sich die Störungen auf 7.790 Stunden, knapp 1.000 Stunden mehr als 2024. Der längste zusammenhängende Stau wurde am 17. April auf der A4 registriert: 40 Kilometer lang und verursacht durch zehn unterschiedliche Gründe, rangiert dieses Ereignis auf Platz fünf der bundesweiten Stauereignisse.

Weniger Meldungen, längere Staus

Obwohl die Gesamtzahl der Staumeldungen im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig war, stiegen die Gesamtkilometer der Störungen deutlich an. So verzeichnete die A72 insgesamt 4.888 Kilometer Stau, die A14 und die A17 jeweils rund 3.000 Kilometer. Insgesamt liegt Sachsen bei den Stau-Kilometern auf Rang neun der Bundesländer.

Eigenwilliger Tagesrhythmus

Anders als im bundesweiten Durchschnitt zeigt sich in Sachsen ein eigenwilliger Tagesrhythmus: Freitags fällt die morgendliche Stau-Spitze schwächer aus, während sich die Nachmittagsstaus von Montag bis Donnerstag bereits frühzeitig entwickeln.

Verkehrsmenge stabil

Die Kfz-Verkehrsmenge auf sächsischen Autobahnen lag im Zeitraum Januar bis November 2025 im Mittel knapp über Vorjahresniveau (+0,2 %). Der Pkw-Verkehr stieg leicht (+0,5 %), während das Lkw-Aufkommen über 3,5 Tonnen im Mittel etwas geringer ausfiel (-1,6 %).

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