Steuer- und sorgenfrei in den Ferienjob starten

Steuer Broschüre zeigt, was Ferienjobber beachten müssen

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Foto: filmfoto/Getty Images/iStockphoto

Dresden. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler freuen sich auf die nahenden Sommerferien, auch für die sächsischen Studenten steht die vorlesungsfreie Zeit vor der Tür. Wer die freie Zeit nutzen will, um sich ein bisschen Geld dazu zu verdienen, muss einiges beachten.

Die Regelungen über das Jugendarbeitsschutzgesetzes und das Steuer- und Sozialversicherungsrecht sind komplex und sollten im Vorfeld bekannt sein. Um die wichtigsten Fragen zu beantworten, gibt es jedes Jahr einen aktualisierten Wegweiser "Aushilfs- und Ferienjobs von Schülern und Studenten" von dem Sächsische Staatsministerium der Finanzen. Auf kompakten 32 Seiten werden alle wichtigen Fragen rund ums Thema Ferienjob beantwortet.

Sind Ferienjobs steuerpflichtig?

Auf die Frage, ob ein Ferienjobber Steuern zahlen muss, gibt es keine pauschale Antwort. Hier spielen neben dem Monatseinkommen auch das Jahreseinkommen eine Rolle. Zudem gibt es für selbstständige Nebenjobber und Angestellte unterschiedliche Regelungen.

Wer sich als Schüler oder Student nebenberuflich selbstständig macht, muss künftig eine Steuererklärung abgeben. Zudem gilt es zu klären, ob die Tätigkeit als Freiberufler oder Unternehmer ausgeübt werden kann.

Job und Kindergeld

Die Broschüre des Ministeriums klärt darüber hinaus, ob das eigene Einkommen Auswirkungen auf die Kindergeldzahlung hat. Kindergeld gibt es bis zum 25. Lebensjahr und ist in dieser Zeit vom Gehalt des Kindes unabhängig. Erst wenn bereits ein erster Abschluss oder eine Ausbildung erfolgreich beendet wurde und die Arbeitszeit mehr als 20 Stunden in der Woche umfasst, kann das Kindergeld zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr wegfallen.

Wer ist sozialversicherungspflichtig?

Wer als Schüler oder Student ausschließlich einen Minijob ausübt, ist in allen Zweigen der Sozialversicherung von der Versicherungspflicht befreit. Hierunter fallen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Seit 2013 gibt es jedoch eine Ausnahme bei der Rentenversicherungspflicht. Geringfügig entlohnte Beschäftigungen führen demnach immer auch zur Versicherungspflicht.

Zudem gibt es bei der Handhabung der Sozialversicherungspflicht Unterschiede zwischen Studenten und Schülern und es muss zwischen kurzfristigen Beschäftigungen und 450-Euro-Minijobs differenziert werden.

Auch für die familiäre Krankenversicherung gelten besondere Regelungen für Gehaltsgrenzen, die in den Ferien nicht überschritten werden dürfen. Um sorgenfrei in den Ferienjob zu starten, lohnt es sich die Broschüre zu lesen und sich Informationen bei der zuständigen Krankenkassen einzuholen.

Die PDF steht zum freien Download im sachsen.de bereit. Zudem kann die Broschüre ebenfalls kostenlos bestellt werden.