Steuern: Was ändert sich 2018?

änderungen Neue Regelungen bringen Entlastungen für Steuerzahler

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Foto: filmfoto/Getty Images/iStockphoto

Arbeitnehmer und Familien profitieren auch im kommenden Jahr von Entlastungen bei der Lohn- und Einkommensteuer. Der Grundfreibetrag wird von 8.820 Euro auf 9.000 Euro angehoben. Alleinstehende müssen 2018 erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 9.000 Euro im Jahr Steuern zahlen. Bei Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 18.000 Euro. Die Freibeträge für Kinder steigen für das Jahr 2018 von vorher 7.356 Euro auf 7.428 Euro.

Übermittlungsfristen bleiben gleich

Der Höchstbetrag für die steuerliche Berücksichtigung von Unterhaltsleistungen an andere unterhaltsberechtigte Personen erhöht sich, wie der Grundfreibetrag, auf 9.000 Euro. Wie im Vorjahr haben Bürger in Sachsen, die ihre Steuererklärung 2017 papierlos mit einem elektronischen Zertifikat übermitteln, zwei Monate mehr Zeit für die Erstellung ihrer Einkommensteuererklärung. Wird die Steuererklärung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellt, endet die Frist erst am 31. Dezember 2018.

Der Steuererklärung 2017 brauchen grundsätzlich keine Belege mehr beigefügt werden. Die bisherigen gesetzlichen Belegvorlagepflichten werden weitestgehend durch Belegvorhaltepflichten ersetzt. Der Erhalt einer Zuwendungsbestätigung für Spenden ist zwar weiterhin Voraussetzung für den Spendenabzug. Die Bestätigung ist aber erst bei Anforderung des Finanzamts einzureichen.

Der Nachweis einer Behinderung ist beim Finanzamt nur noch einzureichen, wenn der Behinderten-Pauschbetrag erstmals geltend gemacht wird, sich die Verhältnisse, insbesondere der Grad der Behinderung, ändern oder das Finanzamt den Nachweis anfordert.

Finanzämter können Kassen-Aufzeichnungen prüfen

Ab dem Jahr 2018 wird ferner die Grenze für die Sofortabschreibung von Arbeitsmitteln von 410 Euro auf 800 Euro angehoben. Für Anschaffungen nach dem 31. Dezember 2017 gilt: Arbeitsmittel, deren Kaufpreis (ohne Umsatzsteuer) 800 Euro nicht übersteigt, können im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgezogen werden.

Gewerbetreibende müssen wissen, dass mit dem Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen die Kassen-Nachschau neu eingeführt wurde. Die Finanzämter können ab Januar 2018 ohne vorherige Ankündigung die Ordnungsmäßigkeit der Aufzeichnungen und Buchungen von Kasseneinnahmen und Kassenausgaben prüfen.



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